Aachen - Alemannia: Unterm Hallendach gewinnt Funkel einen guten Eindruck

Alemannia: Unterm Hallendach gewinnt Funkel einen guten Eindruck

Von: pa
Letzte Aktualisierung:
alemannia_halle
Gute Hallen-Bilanz: Sieg beim Turnier in Frankfurt, Platz 2, nach einem 3:4 im Finale gegen den MSV Duisburg, beim Cup in Essen. Foto: Andreas Steindl

Aachen. Friedhelm Funkel wählte den Hochsitz. „Du siehst von oben Dinge besser, die du eigentlich schon erahnst. Handlungsschnelligkeit, Umschalten, zu große Fixierung auf den Ball - all das erkennt man in der Halle besser.”

Alemannias Cheftrainer verschaffte sich einen Überblick, während den Platz an der Bande sein Co-Trainer Christoph John übernahm.

Und was Funkel dort unterm Hallendach sah, gefiel ihm fast durchgehend. Sieg beim Turnier in Frankfurt, Platz 2 (3:4 im Finale gegen den MSV Duisburg) beim Cup in Essen. Der gefährdete Zweitligist rutschte gut ins neue Jahr hinein. Zumindest in der Halle ist der Klub unerwartet schnell in die Spur gekommen.

„Die Jungs haben das gut angenommen. Vier Spiele mit fast 90 Minuten gehen schon in die Beine”, beobachtete Funkel von seinem Hochsitz aus. „Sie haben die Willensstärke gezeigt, die wir in den nächsten Monaten brauchen. Wir müssen an unsere Grenzen und vielleicht sogar etwas darüber gehen.”

Schließlich hatten die Berufsspieler einen munteren Laktattest schon vor der Anreise in den Beinen - eine Übung, die bei Profis so beliebt ist wie Zimmerruhe um 20 Uhr.

Funkel gilt nicht als „Laktat-Trainer”, solche Ergebnisse sind für ihn nur ein kleiner Fingerzeig - „nur ein winziger Mosaikstein”. Die Auswertung der Belastung verlief ohne nennenswerte Überraschungen, ohnehin war die Spiel-Pause nur sehr kurz. „Die Basis ist da, in der freien Zeit haben alle gearbeitet.” Auch die Werte von Neuzugang Albert Streit, dem seit Monaten der Wettkampf fehlt, fielen nicht aus dem Rahmen. „Sie waren etwas schlechter als zu Frankfurter Zeit, aber das ist keine Überraschung.”

Streit wird am Freitagabend (20 Uhr) gegen den 1. FC Köln seine Tivoli-Premiere feiern. Funkel hat die „komplette Kapelle” am Start. Gegen den rheinischen Rivalen wird er zwei komplett unterschiedliche Teams in den Halbzeiten aufbieten. Der Test hat nicht den größten Stellenwert, zudem sollen alle Spieler gleichmäßig strapaziert ins samstägliche Training gehen. Vor der Abreise ins Winterlager ist noch einmal eine intensivere Einheit vorgesehen.

Fortan wird der Trainer wieder seinen angestammten Platz in der Coaching-Zone einnehmen. Einen permanenten Tribünenplatz strebt der 58-Jährige trotz der schönen Aussicht nicht an. Zum einen brauche er den direkten Zugriff auf seine Mannschaft. Zum anderen lockt noch der ewige Dialog mit dem Schiedsrichterhelfer an der Coaching-Zone: „Ich brauche den Kontakt zum geliebten vierten Mann oder zur geliebten vierten Frau während des Spiels.”

Derby: Schon mehr als 10.000 Tickets verkauft

Die Vorfreude auf das Derby gegen Poldi und Co. ist groß: Im Vorverkauf sind bisher 10.200 Tickets abgesetzt worden. Wer sich noch kurzfristig eine Karte sichern will: Am Freitag öffnen die Stadionkassen um 18.15 Uhr.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert