Aachens Spieler können sich freien Rosenmontag erarbeiten

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Funkel
Alemannias Trainer Friedhelm Funkel ist bekennender Karnevalist. Foto: dapd

Aachen. Friedhelm Funkel ist bekennender Karnevalist. Bislang hatte Alemannias Cheftrainer aber noch keine Gelegenheit, an einer Sitzung in Aachen teilzunehmen. Über Karnevalskostüme, Schunkellieder und trainingsfreie Trage sprach der 58-Jährige mit Christoph Pauli.

Haben Sie schon ein Kostüm für die närrische Session gefunden?

Funkel: Wenn ich nicht gerade auf eine Kostümsitzung eingeladen werde, laufe ich völlig lässig mit Jeans und Hemd herum, wie im Alltag.

Ist Karneval ein Thema im Verein? Ist ein kostümiertes Showtraining vorgesehen, wie es das schon einmal unter Jörg Berger gab?

Funkel: Ich wäre sofort dabei, wenn die Situation es zulassen würde. Aber wir stehen unten drin, haben Sonntag ein Spiel, da verbietet es sich.

Wie kommt es, dass das Karnevals-Gen beim Trainer vielleicht noch ausgeprägter ist als bei den jüngeren Spielern?

Funkel: So richtig ausgebrochen ist das bei mir als Trainer in Köln vor zehn Jahren. Im Aufstiegsjahr haben wir erstmals im März verloren. Da konnte man zuvor ein paar Einladungen zu Wochenanfang annehmen. Ich habe die Höhner, Paveier, Räuber, Bläck Föös oder Brings kennengelernt. Das hat mich nicht mehr losgelassen.

Sind Sie textsicher in Bezug auf die vielen Kölner Hymnen?

Funkel: Das würde ich schon sagen.

Am Ende der FC-Sitzung, die Sie am Montag auch besucht haben, ist ein Spieler schwer alkoholisiert im Straßenverkehr aufgegriffen worden. Würden Sie den Vorgang auch disziplinarisch würdigen?

Funkel: Da hört das Verständnis auf. Die Kölner Spieler durften etwas trinken, weil der Dienstag frei war. Aber dann darf ich mich doch nicht mehr ans Steuer setzen. Das geht gar nicht.

Ist den Aachener Spielern an den tollen Tagen mehr erlaubt?

Funkel: Natürlich dürfen die Jungens Sonntagabend oder Montag ausgehen, zumal wir bis zum Düsseldorf-Spiel ein paar Tage länger Pause haben. Karnevalsdienstag ist außerdem frei.

In jedem Fall? Oder hängt das vom Ergebnis des Rostock-Spiels ab?

Funkel: Nein, wir ändern unsere Praxis da nicht. Eventuell ist auch montags frei, das machen wir vom Verlauf des Spiels abhängig.

Sie werden als Teilnehmer des Kölner Rosenmontagszuges angekündigt.

Funkel: Dieses Jahr pausiere ich.

Ist Köln das Non-Plus-Ultra im Schunkelland?

Funkel: In meinem Augen auf jeden Fall. Düsseldorf, Frankfurt, auch Mainz können da nicht mithalten, obwohl es auch Hochburgen sein sollen. Köln hat Lieder und viele musikalische Gruppen, andere kommen da nicht mit.

Haben Sie bereits Berührungspunkte mit dem Aachener Karneval gehabt?

Funkel: Vor 15 Jahren war ich da mal mit Freunden in ein, zwei Kneipen unterwegs. Wir hatten unseren Spaß. Bislang hatte ich noch keine Gelegenheit, an einer Sitzung in Aachen teilzunehmen. Ich hoffe, dass ich länger hier tätig bin, dann wird sich das nächstes Jahr ergeben.

Zum Beispiel bei der berühmten AKV-Sitzung?

Funkel: Da muss gar nicht sein. Mir gefällt der einfache Straßen- oder Bürgerkarneval. Ich genieße es, mit Leuten ins Gespräch zu kommen. Die Leute kennen mich meistens nur aus dem Fernseher und wundern sich, wie fröhlich ich bin, wenn ich nicht bei der Arbeit bin. Solche Momente gefallen mir.
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