Ein Fehler hinten, eine Chance vorn = 0:1

Von Christoph Ruf | 23.10.2011, 21:10

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Sinsheim. Lucien Favre war «nicht unzufrieden» mit seiner Mannschaft, das nicht. Aber schönreden wollte er die verdiente 0:1-Niederlage bei 1899 Hoffenheim dann doch nicht: «Wir sind zwar viel gelaufen, haben aber zu langsam agiert und zu viele Ballverluste gehabt. So wie wir gespielt haben, war hier maximal ein 0:0 drin.»
Dafür - und das erwähnte der Gladbacher Coach bescheidenerweise nicht gesondert - zeigte sich der Gast defensiv vor allem im ersten Durchgang spektakulär gut organisiert. Die beiden Viererketten verschoben so konsequent, dass die Hoffenheimer auf ihrem Weg nach vorne in Ermangelung von Anspielstationen anfangs immer wieder frühzeitig gebremst wurden. Zeitweise waren beide Ketten in einem Abstand von drei bis vier Metern unterwegs, das Spielfeld erhielt so Kleinfeld-Dimensionen.

«Wir wussten, dass Mönchengladbach sehr tief stehen würde und es ein zerfahrenes Spiel werden würde», bekannte Hoffenheims Verteidiger Andreas Beck nach der Partie. Dass er dabei gut gelaunt dreinblickte, lag daran, dass sich seine Mannschaft mit zunehmender Spieldauer besser auf den Gegner einstellte.

Ryan Babel, der in punkto Spritzigkeit und Dynamik seit dem vergangenen Sommer enorm zugelegt hat, prüfte Gladbachs Keeper Marc-André ter Stegen (18.), ehe Vedad Ibisevic (20./22./34.) gleich drei Möglichkeiten für die Hausherren hatte. Als der gute Schiedsrichter Christian Dingert zur Pause pfiff, hatte die Borussia nicht eine einzige Torchance zu verzeichnen - es sollte auch insgesamt nur eine einzige werden. Unmittelbar nach Wiederanpfiff scheiterte Patrick Herrmann nach Vorarbeit von Oscar Wendt an Hoffenheim-Keeper Daniel Haas (46.), der Tom Starke (Gehirnerschütterung) vertrat und kaum Gelegenheit bekam, sich zu beweisen.
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