Barca holt Pokal zum Abschied von Trainer Guardiola
Madrid. Die Fußballstars des FC Barcelona haben ihrem Trainer Josep Guardiola zum Abschied den Königspokal geschenkt. Der spanische Vizemeister gewann das Finale um die «Copa del Rey» in Madrid gegen Athletic Bilbao mit 3:0 (3:0) und holte sich damit einen weiteren Titel ab.
Hertha-Berufung zurückgewiesen - Keine Wiederholung
Frankfurt/Main. Die juristische Hängepartie um das Düsseldorfer Chaosspiel ist nach einer Marathon-Verhandlung vorerst beendet. Das Bundesliga-Relegationsduell zwischen Fortuna Düsseldorf und Hertha BSC wird nicht wiederholt, die Rheinländer sind als Aufsteiger bestätigt.
Offenbar kein neuer Vertrag für Zidan in Mainz
Mainz. Der FSV Mainz 05 und Stürmer Mohamed Zidan gehen laut Medienberichten wieder getrennte Wege.
EM-Testlauf gegen das «kleine Holland»
Tourrettes. Den Ernstfall kann Joachim Löw ohne den für die Fußball-EM gesetzten Bayern-Block zwar nicht simulieren, dennoch verspricht sich der Bundestrainer vom Tagesausflug in die Schweiz wertvolle Fingerzeige für die in zwei Wochen beginnende Titelmission in Polen und der Ukraine.
FIFA für Reformen - Blatter: «Glücklicher Präsident»
Budapest. Der Fußball-Weltverband FIFA hat nach den Korruptionsskandalen der vergangenen Jahre eine weitere Etappe auf dem noch langen Weg zu mehr Transparenz und Glaubwürdigkeit zurückgelegt.
Fürth-Manager Azzouzi wechselt zum FC St. Pauli
Fürth. Mit der SpVgg Greuther Fürth schaffte Manager Rachid Azzouzi im Frühjahr den Bundesliga-Aufstieg, nun bleibt er trotzdem in der 2. Liga. Der 41-Jährige wechselt als Sportdirektor zum Fußball-Zweitligisten FC St. Pauli - ein echter Überraschungscoup für die Hanseaten.
Der Nationalspieler mit dem 17-monatigen Anlauf . . .
(dapd) | 12.10.2011, 09:56
Sechs Mal war der Mönchengladbacher von Löw zur Nationalmannschaft eingeladen worden, aber viermal musste er absagen, weil ihm immer wieder Verletzungen oder Erkrankungen dazwischen kamen. Reus wurde gewissermaßen zum «Running Gag» der Nationalelf. Eigentlich sollte er schon im Mai 2010 debütieren, beim Testspiel in Aachen gegen Malta, doch mit einer Grippe begann die lange unbefriedigende Story erst. Mehrfach versuchte Löw, den pfeilschnellen Offensivspieler ins Team zu integrieren. Zweimal kamen Muskelprobleme dazwischen, beim letzten Mal stoppte eine Schambeinreizung den gebürtigen Dortmunder. Nur einmal, beim 3:2 gegen Brasilien im August, stand Reus tatsächlich im Kader, verbrachte aber in Stuttgart 90 Minuten auf der Bank.
Der Platz von Reus, den sie wegen seiner Geschwindigkeit manchmal «Rakete» nennen, im System ist der von WM-Torschützenkönig Thomas Müller auf der rechten Außenposition. Reus bezeichnet einen Spieler anderen Typs als sein Vorbild: Den Tschechen Tomas Rosicky, der eher ein Spielmacher ist. Den früheren Dortmunder bewunderte der junge Reus im BVB-Stadion als Fan.
Dortmunder Ärger
Reus wurde beim Deutschen Meister ausgebildet, lernte beim inzwischen in die Dritte Liga abgestiegenen BVB-Nachbarn Rot-Weiß Ahlen das Profigeschäft kennen und wurde von den Gladbachern für rund eine Million Euro Ablöse im Sommer 2009 verpflichtet. In Dortmund haben sie sich schon oft darüber geärgert, dass Reus nicht rechtzeitig zurückgeholt wurde. Nun wird sein Marktwert auf 14 Millionen Euro taxiert. Nicht nur Löw schwärmt über die Qualitäten des Tempodribblers, sondern auch beim FC Bayern München hat sich Sportdirektor Christian Nerlinger schon begeistert über seine Qualitäten ausgelassen.
«Ich hatte bisher keinen Konkurrenten bei den letzten sieben Spielen, weil Marco ausgefallen ist. Jetzt ist er da», sagte Thomas Müller am Tag vor der Partie gegen Belgien. Wie der Münchner spielt Reus mit enormem Zug auf das gegnerische Tor. Die beiden unterscheiden sich aber charakterlich stark. Während «Frechdachs» Müller so forsch spricht wie er spielt, übt Reus sich in Zurückhaltung, die fast als Schüchternheit zu interpretieren ist. «Ich bin kein Star, ich bin einer von vielen», sagte er. «Ich stehe nicht so gerne in der Öffentlichkeit, ich suche sie auch nicht. Ich mag es auch nicht, wenn ich auf der Straße erkannt werde, auch wenn ich weiß, dass uns die Fans bewundern», erklärte er.
Mit weiteren Top-Leistungen für Mönchengladbach und eventuell in der Nationalelf dürfte es für Reus stetig schwerer werden, der Popularität eines erfolgreichen Fußball-Profis aus dem Wege zu gehen. Vielleicht war ihm ja auch der lange Anlauf ins DFB-Team recht.
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