Barca holt Pokal zum Abschied von Trainer Guardiola
Madrid. Die Fußballstars des FC Barcelona haben ihrem Trainer Josep Guardiola zum Abschied den Königspokal geschenkt. Der spanische Vizemeister gewann das Finale um die «Copa del Rey» in Madrid gegen Athletic Bilbao mit 3:0 (3:0) und holte sich damit einen weiteren Titel ab.
Hertha-Berufung zurückgewiesen - Keine Wiederholung
Frankfurt/Main. Die juristische Hängepartie um das Düsseldorfer Chaosspiel ist nach einer Marathon-Verhandlung vorerst beendet. Das Bundesliga-Relegationsduell zwischen Fortuna Düsseldorf und Hertha BSC wird nicht wiederholt, die Rheinländer sind als Aufsteiger bestätigt.
Offenbar kein neuer Vertrag für Zidan in Mainz
Mainz. Der FSV Mainz 05 und Stürmer Mohamed Zidan gehen laut Medienberichten wieder getrennte Wege.
EM-Testlauf gegen das «kleine Holland»
Tourrettes. Den Ernstfall kann Joachim Löw ohne den für die Fußball-EM gesetzten Bayern-Block zwar nicht simulieren, dennoch verspricht sich der Bundestrainer vom Tagesausflug in die Schweiz wertvolle Fingerzeige für die in zwei Wochen beginnende Titelmission in Polen und der Ukraine.
FIFA für Reformen - Blatter: «Glücklicher Präsident»
Budapest. Der Fußball-Weltverband FIFA hat nach den Korruptionsskandalen der vergangenen Jahre eine weitere Etappe auf dem noch langen Weg zu mehr Transparenz und Glaubwürdigkeit zurückgelegt.
Fürth-Manager Azzouzi wechselt zum FC St. Pauli
Fürth. Mit der SpVgg Greuther Fürth schaffte Manager Rachid Azzouzi im Frühjahr den Bundesliga-Aufstieg, nun bleibt er trotzdem in der 2. Liga. Der 41-Jährige wechselt als Sportdirektor zum Fußball-Zweitligisten FC St. Pauli - ein echter Überraschungscoup für die Hanseaten.
Attraktives Versprechen auf eine Zukunft
Von Bernd Schneiders | 22.08.2011, 10:00
Aber natürlich betonte Favre - überwiegend auf Nachfrage - , dass er diesen Sieg und die gezeigte Leistung seiner Mannschaft zu schätzen wisse. Aber aus seiner Haut kann er nicht, wie er zu genau weiß: «Manchmal will ich zu viel.»
Frühes 0:1 lässt Böses ahnen
Also hätte der Borussen-Coach gerne eine bessere Startphase seiner Jungs gesehen. Die ließ in ihrer Unstrukturiertheit - für Favre-Verhältnisse - Böses ahnen. Mehr Böses als nur die Führung der Wolfsburger durch Hasebe (13.). Doch der Ausrutscher von Simon Kjaer nur zwei Minuten später förderte beinah explosionsartig eine Offensiv-Qualität an den (Frei)Tag, an der Favre in den kommenden anderthalb Jahren erst noch arbeiten wollte. So konnten die gut 43.000 Zuschauer im Borussia-Park diesen Vorgriff zumindest schon mal als Versprechen auf die Zukunft genießen.
Selten passiert im Fußball, was nicht schon angelegt ist, im Negativen wie im Positiven. Und so waren die vier Tore und die noch vergebenen Chancen Ausdruck der Kreativ-Kräfte, die in der Borussia anno 2011 schlummern. Doch ein Zufall (Kjaer-Ausrutscher), ein Gegner, der wie Favre mehrmals zur Freude von Felix Magath betonte, im Aufbau ist, und eine zweibeinige Wundertüte können förderlich wirken. «Er hat alle überrascht - mich auch», gab Favre dieser einen Namen. Raul Bobadilla überzeugte mit altbekannter Wucht, Zweikampfstärke selbst gegen drei Gegner, Selbstlosigkeit (Pass auf Reus beim 1:1) und Zielstrebigkeit. «Ich bin wieder da», sagte der Argentinier anschließend mit bewegter Stimme. Der körperlich so starke, aber umso sensiblere Stürmer hatte kurz zuvor endlich das erhalten, was er für gute Leistungen mehr braucht als andere: die Liebe der Fans. Anders als gegen Stuttgart profitierte Bobadilla davon, dass seine Mannschaft wesentlich höher stand, die Abteilung Attacke deshalb auch kürzere Wege gehen musste bei der Offensiv- und Defensivarbeit.
Davon profitierte auch die neue Doppel-Sechs Roman Neustädter und Thorben Marx, die mehr Fußball spielen konnten, besser in die Zweikämpfe kamen, wovon blutige Schrammen auf dem Rücken und eine Platzwunde am Kopf von Neustädter Zeugnis ablegten. Wesentlich aber dürfte für Favre die Erkenntnis sein, nicht nur von den Taten eines Marco Reus abhängig zu sein. Der drehte erst nach der Pause auf. Seine Monopolstellung aber wurde zuvor von Bobadilla & Co. zerstört. Und das ohne einen der Neuzugänge aus der Abteilung Offensiv-Tuning wie Matthew Leckie, Joshua King oder Lukas Rupp.
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