Roel Brouwers: «Da ist was zusammengewachsen»

| 27.05.2011, 09:46

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Mönchengladbach. Er steht symbolhaft für die Saison: Verletzungen, Platzverweis, gute Leistungen in der Rückrunde - Roel Brouwers hat einiges mitgemacht in dieser verrückten Spielzeit. Der Niederländer hatte wie viele andere nicht mit dem Abstiegskampf gerechnet.
Deshalb buchte er seinen Urlaub bereits im September und musste ihn wegen der Relegationspiele verschieben. Der unerwartete Abstiegskampf hat aber auch noch andere Spuren hinterlassen. Mit Brouwers sprach unser Redakteur Bernd Schneiders.

Roel Brouwers sitzt beim «Endspiel» auf der Bank und wird erst eine Minute vor Schluss eingewechselt. Was fühlt man da?

Brouwers: Erst mal bin ich überglücklich, dass wir es geschafft haben, und dankbar, dass ich noch reindurfte. Ansonsten war es schon hart. Ich habe zwei gute Spiele gemacht gegen Dortmund und in Hannover, beide haben wir zu Null gewonnen. Da hofft man natürlich, weiterspielen zu dürfen. Ich hätte so gerne geholfen. Aber ich muss das akzeptieren. Wichtig ist, dass wir dringeblieben sind. Wie ist egal.

Überlegt man dann, sich anders zu orientieren?

Brouwers: Ich habe noch ein Jahr Vertrag. Und im nächsten Jahr muss ich dann schauen: spiele ich oder spiele ich nicht. Jetzt aber will ich bleiben und in der nächsten Saison richtig Gas geben. Ich fühle mich hier pudelwohl.

Mit Dante und Martin Stranzl haben Sie zwei richtige Brocken vor sich. Würden Sie sich anders entscheiden, wenn es ein Angebot für Sie gäbe?

Brouwers: Wenn Barca anfragt, ist es schwer, nein zu sagen . . . Aber im Ernst: Natürlich würde ich gerne spielen.

Haben Sie so eine Saison schon einmal erlebt?

Brouwers: Unter Hans Meyer war es zumindest ähnlich. Elf Punkte bis zur Winterpause, 31 am Schluss, und wir sind dringeblieben - ohne Relegation. Diesmal hatten wir sogar nur zehn Punkte im Winter und mussten mit 36 Punkten in die Relegation.

Was war los in der Hinrunde? War sie wirklich so desaströs, nur weil es viele Verletzungen gab?

Brouwers: Wir hatten viele Verletzungen, speziell in der Abwehr. Aber das kann nicht der alleinige Grund gewesen sein. Bei den Klatschen zu Hause gegen Frankfurt und in Stuttgart waren Dante und ich dabei. Es kann also nicht nur daran gelegen haben. In Leverkusen spektakulär gewonnen, und dann solche Nackenschläge: Unsere Leistungen lagen damals meilenweit auseinander.
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