Revolutionskonzept heißt: Effenberg

Von Bernd Schneiders | 03.05.2011, 22:00

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Mönchengladbach. Zum Schluss ließ der «Tiger» die Katze aus dem Sack. «Was ist denn nun das größte Problem: die Strukturen oder die sportliche Kompetenz?», wurde Stefan Effenberg gefragt. Und der Frontmann der «Initiative Borussia» verkündete am Ende der Pressekonferenz: «Die sportliche Kompetenz.»
Damit brachte er eine Entwicklung auf den Punkt, die die der Oppositionsbewegung ist. «Wir haben Fehler gemacht», bekannte Initiator Norbert Kox. Und meint damit in erster Linie Pläne oder zumindest Ideen, die massiv die Mönchengladbacher Fans auf die Barrikaden getrieben hatten.

Der Lerneffekt wurde vor der Pressekonferenz notariell beglaubigt und in Papierform verteilt: Die Gruppe um Effenberg und Kox verpflichten sich namentlich «alles zu tun, um zu verhindern, dass Geschäftsteile an der Borussia VfL 1900 Mönchengladbach GmbH veräußert werden.» Eine «Hintertür» wurde vorsichthalber» angehängt - «es sei denn, die Mitgliederversammlung des Vereins . . . beschließt eine solche Veräußerung mit der erforderlichen Mehrheit.»

Die Zugmaschine ist ein Gesicht

Die «Initiative» hat sich zur Wahlpartei entwickelt. Programmatisches steht nun weniger im Vordergrund. Die Zugmaschine ist ein Gesicht, ein Name: Stefan Effenberg. Das Problem ist nur, dass am 29. Mai bei der Mitgliederversammlung nicht der ehemalige Borusse zur Wahl steht. Dort geht es um eine Satzungsänderung, und nur mit ihr kann die Opposition die derzeit noch handelnden Personen um Präsident Rolf Königs und Sportdirektor Max Eberl aus ihren Ämtern hebeln.

Die Gruppe um Norbert Kox sieht auch einen «Umschwung» bei den Fans. Gegen sie und ihre Pläne seien nur noch wenige, behauptet der Initiative-Gründer. Davon wussten wohl die Anhänger, die die Teilnehmer der Pressekonferenz mit ihrem Anti-Initiative-Spruchband vor dem Dorint-Hotel empfingen, noch nichts . . .
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