Wenn (sich) zwei „Ballermänner“ treffen...

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Peter Stöger
Peter Stöger weiß, was auf ihn zukommt: beim letzten Spiel gewann Frankfurt 6:2 gegen seine Mannschaft. Foto: Marius Becker/dpa

Köln. Natürlich ist Peter Stöger vor dem Fußballspiel seines 1. FC Köln in Frankfurt wieder mal nach Alex Meier gefragt worden, das hat vor den Duellen mit der Eintracht ja schon Tradition. Meier, 34 und Stürmer in Frankfurt, hat schließlich in den vergangenen vier Spielen acht Mal gegen Köln getroffen.

Eine sagenhafte Quote für Meier, eine beängstigende für den FC. Und natürlich sollte Stöger jetzt etwas dazu sagen, dass Meier pünktlich zum heutigen Auftritt der Kölner in Frankfurt (18.30 Uhr) wieder fit geworden ist. Der Trainer hat auch etwas gesagt, aber was er da antwortete, kam dann doch ein bisschen überraschend; Stöger sagte: „Das ist mir wurscht.“ Und meinte das nicht despektierlich, im Gegenteil: „Ich finde es super, wenn Fußballer mit solch einer Qualität mitspielen können.“

Der Respekt vor Meier ist da, bei Stöger, auch bei seiner Mannschaft, alle wissen ja um dessen Qualität, aus einer halben Chance ein ganzes Tor zu machen. Das war auch beim 6:2-Heimsieg der Eintracht in der Hinrunde der vergangenen Saison zu sehen, als Köln schwach spielte und Meier gleich drei Mal traf. Die Antwort des Kölner Trainers zeigt aber auch, dass sie in Köln dennoch keine Angst vor dem Stürmer haben. „Er soll auflaufen, und unsere Aufgabe wird es sein, Lösungen dafür zu finden“, sagte Stöger. Seine Mannschaft habe sich in der Vorbereitung auf das Spiel bei der Eintracht aber nicht auf Meier fokussiert. „Wir beschäftigen uns mit allen Frankfurter Spielern.“ Womit der FC auch gut beraten ist.

In der vergangenen Saison waren die Hessen noch Abstiegskandidat, schafften den Klassenerhalt erst knapp in der Relegation gegen den 1. FC Nürnberg; jetzt stehen sie auf Platz sieben der Bundesligatabelle. Die Frankfurter hätten eine klare Spielidee, findet Stöger, eine gute Organisation, sie seien laufstark und hätten im Offensivbereich mehrere Spieler, die gefährlich sind – nicht nur Meier. „Und ich habe den Eindruck, dass sie als Mannschaft geschlossener wirken als das eine oder andere Jahr zuvor“, sagte Stöger. Sicher ein Verdienst von Trainer Niko Kovac, den Kölns Trainer auch gleich lobt: „Der Kollege macht einen richtig guten Job.“

Weil der FC mit 18 Punkten aus neun Spielen und Platz vier noch ein bisschen besser unterwegs ist als die Eintracht mit ihren 15 Zählern, müssen sich die Kölner nicht verstecken. So sieht es auch Stöger, er erwartet ein offenes Spiel: „Eine lustige Aufgabe wird das bestimmt nicht, es wird für beide Mannschaften schwer.“ Gut, dass ihm außer den Langzeitverletzten Leonardo Bittencourt und Dominic Maroh, für den Dominique Heintz wieder in die Startelf rutschen dürfte, sein gesamter Kader zur Verfügung steht.

Und auch Stöger hat ja einen Stürmer in seinem Team, der oft trifft. Elf Tore in neun Liga-Spielen hat Anthony Modeste in dieser Saison geschossen. Und das haben sie natürlich auch in Frankfurt registriert, so dass auch Kovac zum Stürmer des Gegners befragt wurde. „Ich muss den Hut vor dem FC beziehungsweise vor Modeste ziehen“, sagte Kovac. „Was er im Moment macht, ist überragend.“ Klingt ehrfürchtig. (luk)

Voraussichtliche Aufstellung: Horn - Sörensen, Mavraj, Heintz, Hector - Lehmann, Höger - Risse, Rausch - Osako, Modeste

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