Stöger reagiert auf Ausfall von Osako mit defensiverer Ausrichtung

Von: Roman Sobierajski
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Der HSV will ihn „isolieren“: FC-Torjäger Anthony Modeste. Foto: dpa

Aachen. „Köln nur auf Modeste zu reduzieren, ist nicht der richtige Weg“, warnt HSV-Trainer Markus Gisdol seine Spieler – trotz der 0:3-Hinspielniederlage, in der der FC-Topstürmer gleich alle Tore erzielte. „Die Kölner bringen ihn in perfekte Situationen, und es muss unser Ziel sein, schon den Pass auf ihn zu verhindern.“

Doch die Frage, wie man den 28-Jährigen, der an 65 Prozent aller Kölner Tore beteiligt ist, perfekt in Szene setzt, dürfte die große Kopfnuss für FC-Coach Peter Stöger sein, seitdem klar ist, dass nach dem Ausfall von Yuya Osako (Kapselriss) knapp die Hälfte der Kölner Startformation aus dem Hinspiel verletzungsbedingt oder gesperrt (Matthias Lehmann) für das Rückspiel am Samstag (15.30 Uhr) nicht zur Verfügung steht.

„Wir werden nicht alles umstoßen“, gibt Stöger einen (nur) kleinen Einblick in seine Überlegungen. „Aber unser Spiel wird sich automatisch verändern, weil es so einen Spielertypen kein zweites Mal in unserem Kader gibt.“ Und wohin die Reise geht, ist auch klar: „Ich bin überzeugt, dass wir eine richtig giftige FC-Mannschaft in Hamburg sehen werden.“

Tatsächlich glänzt das StögerTeam in dieser Saison nicht nur durch einen homogenen Kader mit großer Einsatzbereitschaft, ganz „nebenbei“ verfügt das Team auch über ein großes Repertoire an Spielsystemen, wodurch es immer wieder gelungen ist, verletzungebedingte Ausfälle durch Veränderung der taktischen Aufstellung zu kompensieren.

Das Standardsystem 4-4-2 in offensiver oder defensiver Ausrichtung ist – abhängig vom Gegner und häufig auch der Spielsituation – mehr und mehr einem 3-5-2 mit verstärkter Stoßrichtung durch die Mitte gewichen, weil die Flügelflitzer Marcel Risse (langzeitverletzt) und Leo Bittencourt (mehrfach verletzt) monatelang nicht zur Verfügung stehen – und Christian Clemens diese Lücke bislang nicht schließen konnte.

Umso mehr stellt sich die Frage, wie Osako in seinen Rollen als Ballfestmacher und -verteiler, als Vorbereiter und Foulprovozierer im Hamburger Volkspark ersetzt werden kann. „Wir verstecken uns vor nichts“, sagt Stöger dennoch selbstbewusst, auch wenn der HSV seit sieben Spielen vor eigenem Publikum nicht mehr bezwungen werden konnte. „Wir wissen aber, dass es knapp und schwierig ist.“

Eine personelle Konstante wird es in der englischen Woche aber auf jeden Fall geben, auch wenn diese – wie immer – in der Coachingzone vor der Ersatzbank zu finden sein wird: Der FC-Coach holt mit dem Frankfurt-Spiel mit dann 129 Spielen Christoph Daum ein. Eine Partie später, sinnigerweise gegen Borussia Mönchengladbach, sind dann auch die 130 Partien von Hennes Weisweiler erreicht.

Voraussichtliche Aufstellung: Horn - Olkowski, Sörensen, Subotic, Heintz - Höger, Hector - Clemens, Zoller, Rausch - Modeste.

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