Schmadtke: Ein zufriedener „Ritterschlag“ auf den Hinterkopf

Von: rom
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Innenverteidiger auf dem Wunschzettel? Jörg Schmadtke (r.) mit FC-Trainer Peter Stöger. Foto: imago/mika

Köln. Am Ende des Abends, als nach dem 1:1 gegen Bayer Leverkusen feststand, dass der 1. FC Köln die Hinrunde der Fußball-Bundesliga im eigenen Stadion ungeschlagen beenden würde, gab es einen zufriedenen Klaps mit der Mütze. Nichts konnte besser die Zufriedenheit von FC-Sportchef Jörg Schmadtke ausdrücken, als dieser „Ritterschlag“ auf den Hinterkopf von Trainer Peter Stöger.

„Wir haben größere Schritte gemacht, als wir das vor drei Jahren für möglich gehalten haben“, resümierte der 52-Jährige. „Die Jungs haben das super gemacht.“ Auch wenn Wendells Ausgleichstreffer kurz vor der Halbzeit nach der sehenswerten Führung durch Anthony Modeste (21.) den großen Sprung verdarb, bleibt festzuhalten: Punktuell ist die Werkself mittlerweile für den FC ein Gegner der Marke „schlagbar“, generell hat sich das Stöger-Team nach 16 Spielen in der Tabellenregion festgesetzt, die auf die Teilnahme an den europäischen Wettbewerben hoffen lässt.

Dabei geriet das letzte Spiel des Jahres schon fast zur Nebensache angesichts der Transferaktivitäten rund um die 90 Minuten, die gewohnt geräuschlos über die Bühne gingen: Außenbahn-Spieler Christian Clemens – der neunte „kölsche Jong“ im Kader – kehrt für geschätzte 2,5 Millionen Euro definitiv zurück, die Abwehrspieler Mergim Mavraj und Filip Mladenovic werden den Klub so gut wie sicher verlassen.

Für Mavraj wird der FC sechs Monate vor Vertragsende noch eine respektable Ablösesumme erzielen, mit Mladenovic geht einer der wenigen Fehlschläge der Kölner Transferaktivitäten in den letzten Jahren. „Unsere Anforderungen sind einfach, aber zugleich schwierig umzusetzen“, umriss Stöger nach dem Leverkusen-Spiel die Kriterien: „Die Spieler müssen sowohl fußballerisch als auch charakterlich zu uns passen, und sie müssen finanzierbar sein.“

Stöger offenbarte bei dieser Gelegenheit, dass man schon seit dem Sommer nach einer weiteren Verstärkung auf den Außenbahnen Ausschau gehalten habe – und nicht erst, seitdem klar ist, dass Marcel Risse mit Kreuzbandriss längerfristig ausfällt. Der FC feilt weiterhin daran, seine offensive Schlagkraft auszubauen – und die Defensive zu kräftigen. Spätestens mit dem Weggang von Mavraj wird im Winter noch ein weiterer Innenverteidiger zum Kader stoßen. „Wer jetzt noch rummäkelt, der verkennt die Situation“, schaffte es Schmadtke problemlos in einem Satz seine Zufriedenheit auszudrücken – und das teure Wort „Eierköppe“ zu vermeiden.

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