Peter Stöger: „Wir haben noch genug Zeit“

Von: Lukas Weinberger
Letzte Aktualisierung:
12582996.jpg
Mit allen Mitteln: Kölns neuer Stürmer Artjoms Rudnevs (vorne) hinterlässt beim Turnier in Aachen einen guten Eindruck. Foto: Andreas Steindl

Aachen. Peter Stöger wollte gar nicht viel sagen, und das lag nicht daran, dass er schlecht gelaunt war oder ihm jemand das Sprechen verboten hätte, der Grund war viel banaler. Der Trainer des 1. FC Köln fand, dass es einfach nicht viel zu sagen gebe nach dem Auftritt seiner Fußballer am Sonntag beim Blitzturnier auf dem Aachener Tivoli.

Ein Sieg, eine Niederlage, zwei Tore, zwei Gegentreffer, Platz drei. Stöger sagte: „Alles in allem bin ich nicht unzufrieden.“ Und analysierte dann doch ein bisschen.

Er war allerdings auch nicht mit allem glücklich, was sein Team beim 0:1 gegen den FC Málaga im Halbfinale und dem 2:1 gegen Olympique Marseille im Spiel um Platz drei gezeigt hatte. Aber das war ja auch zu erwarten. Am Samstagabend hatte der FC noch bei Arminia Bielefeld gespielt und 3:2 gewonnen, keine 24 Stunden später liefen die Kölner Spieler dann in Aachen auf. Stöger sagte: „Es war klar, dass sie müde sein würden.“ Da müsse es ein Trainer eben hinnehmen, „das der eine oder andere Fehler passiert“. Mal fehlte der Zugriff, mal die Konzentration, mal die Entschlossenheit. „Ich kann das einordnen“, sagte Stöger: „Wir haben noch Zeit genug.“

Die wird der Trainer auch dafür nutzen, um an der Defensive zu arbeiten. Der FC spielte am Sonntag in beiden Partien mit einer Dreierkette, in der die Abstimmung aber nicht immer funktionierte. Das sah auch Mergim Mavraj so, er sagte aber: „Das ist eine Frage der Zeit, bis sich das einspielt.“ Stöger mag das System mit drei zentralen Abwehrspielern und zwei hochstehenden Außenverteidigern, er hat es schon vergangene Saison ab und zu spielen lassen. Es wäre nicht verwunderlich, wenn es in der nächsten Spielzeit ein bisschen häufiger vorkommen sollte, dass er auf dieses 3-5-2-System setzt.

Als zweiter Stürmer neben Anthony Modeste drängte sich Neuzugang Artjoms Rudnevs auf, der neben Frederik Sörensen der einzige Kölner war, der in beiden Partien über die gesamte Spielzeit von je 45 Minuten zum Einsatz kam. Gegen Málaga traf Rudnevs den Pfosten, gegen Marseille schoss er den FC in Führung. Ein Extralob gab es dennoch nicht, Stöger sprach lieber über das Kollektiv: „Ich hatte nicht den Eindruck, dass einer keine Lust hatte.“

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert