Köln - Nächste Herausforderung für den FC bei den fleißigen Freiburgern

Nächste Herausforderung für den FC bei den fleißigen Freiburgern

Von: Christian Löer
Letzte Aktualisierung:
Jonas Hector
Wieder einsetzbar: Nationalspieler Jonas Hector. Foto: dpa

Köln. Manchmal hat Peter Stöger noch immer Schwierigkeiten, die aktuellen Erfolge des 1. FC Köln in der Bundesliga einzuordnen. Das war am Freitag wieder so, als der Trainer über den nächsten Gegner sprach. Die Freiburger seien wahrscheinlich „genauso überrascht wie wir, dass sie dort stehen, wo sie stehen“, sagte der Trainer und verschob damit ein wenig die Realität.

Denn dass der SC Freiburg als Aufsteiger nach 19 Spieltagen gleich hinter dem FC auf dem achten Rang steht, ist eine glatte Sensation. Der siebte Platz für Köln dagegen ist zwar besser, als man sich vorgenommen hatte. Aber gewiss kein Wunder.

Für Freiburg und Trainer Christian Streich zeigt Stöger nichts als Anerkennung. „Sie machen es eigentlich immer gut“, sagt der Österreicher: „Eine sehr fleißige Mannschaft. Es wird schwierig, dort Punkte zu holen.“

Tatsächlich gelten die Freiburger als laufstärkste Mannschaft der Liga – das Verhältnis von Kilometern pro Punkt ist bemerkenswert. Peter Stöger interessiert sich nicht allzu sehr für Statistiken. Er honoriert den Fleiß, geht aber mit der Positionierung der eigenen Mannschaft im Ranking der Dauerläufer gelassen um: „Meine Mannschaft gehört zu denen mit den niedrigsten Laufwerten. Aber das spricht dafür, dass wir gut organisiert sind.“ Die alte Weisheit der Fußballversteher hat also auch beim 1. FC Köln der Gegenwart Bestand: Lieber richtig gestanden als falsch gelaufen.

Tatsächlich ist der positive Rückrundenstart trotz der Pokalpleite in Hamburg nicht spurlos an den Kölnern vorbeigegangen. „Wir haben eine gewisse Sicherheit, das hat sich schon verändert“, sagt Stöger. Das perfekte Spiel hat er bislang dennoch nicht gesehen von seiner Mannschaft, womöglich würde er auch für immer darauf warten, „denn das perfekte Spiel für einen Trainer – das gibt es wahrscheinlich nicht. Wir sind noch nicht am Ende unserer Möglichkeiten“, sagt der Coach.

Seine eigene Mannschaft wird sich in Bestbesetzung präsentieren können. Jonas Hectors Prellung dürfte bis Sonntag so weit unter Kontrolle sein, dass der Nationalspieler spielen kann. Einzig Angreifer Artjoms Rudnevs wird fehlen, ihn hat die Grippe erwischt, die derzeit durchs Land rollt.

Die Pokalpleite am Dienstag habe die Mannschaft mittlerweile verarbeitet, im Guten wie im Schlechten. Er habe „ein paar Dinge angesprochen, die schlecht waren“, sagt Stöger und meint damit vor allem die Organisation seiner Elf, die viel zu viele Konter zuließ. Aber es seien auch gute Aspekte zu erkennen gewesen an der Niederlage, die er am Freitag immer noch „bitter“ nannte. Zum Beispiel die vielen Torchancen – mehr als beim 0:0 in Mainz und dem 1:0 gegen Wolfsburg.

In Freiburg wird es aus Stögers Sicht vor allem darum gehen, wieder die volle Leistungsfähigkeit auf den Platz zu bringen. „Denn trotz allem ist es für einen 1. FC Köln an einem durchschnittlichen Tag immer noch Normalität, ein Spiel in Hamburg zu verlieren.“

Mögliche Aufstellung: Kessler - Olkowski, Sörensen, Heintz, Rausch - Höger, Hector - Clemens, Bittencourt - Modeste, Osako

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