Modeste macht den Unterschied: Köln siegt mit 3:0

Von: Andreas Morbach
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Den richtigen Durchblick: Kölns zweifacher Torschütze Anthony Modeste (links) bejubelt mit seinem Kollegen Frederik Sörensen seinen Führungstreffer. Foto: imago/Chai v.d. Laage

Köln. Beim Einstieg in den Abend hielten sich die Kölner Fans noch artig zurück. Keine euphorischen Vorabgesänge über das, was beim Heimspiel gegen Aufsteiger Freiburg rechnerisch möglich, zudem gar nicht so abwegig und die ganze Woche über bereits durch die Domstadt gegeistert war.

Mit dem Führungstreffer gegen die Breisgauer wurde alle Zurückhaltung jedoch über Bord geworfen. Um 20.59 Uhr schallte es erstmals von der Südtribüne: „Spitzenreiter, Spitzenreiter, hey, hey!“

Die musikalische Einlage zur sporthistorischen Note in Müngersdorf wiederholte sich bis zum Abpfiff noch einige Male. Dann gingen die Kölner nach ihrem 3:0 als vorübergehender Tabellenführer ins Wochenende. Erstmals seit zwei Jahrzehnten steht der FC ganz oben .

„Wenn zwei Mannschaften aufeinandertreffen, die sehr viel investieren, entscheiden die kleinen Fehler. Die haben wir ausgenutzt“, fasste FC-Coach Peter Stöger das zusammen, was er während der 90 Minuten gesehen hatte.

Nach beiderseits seriösem, aber verhaltenen Beginn gab FC-Angreifer Anthony Modeste nach neun Minuten einen ersten sanften Warnschuss ab. Der Versuch des Teamkollegen Marcel Risse von der Strafraumgrenze fiel kurz darauf schon deutlich schärfer aus – und nach einer halben Stunde machte das Team von Peter Stöger dann ernst.

Bei der zweiten Kölner Ecke erwischte Risse die Freiburger Abwehr im Tiefschlaf, Modeste schob sich geschickt vor Innenverteidiger Manuel Gulde und köpfte via Innenpfosten zum 1:0 ein. Sofort setzten die „Spitzenreiter“-Gesänge ein – die den Anhängern des Geißbockklubs aber gleich in den Hälsen stecken blieb, weil sie in der 31. Minute bereits den zweiten Treffer bejubeln mussten.

Diesmal traf Leonardo Bittencourt auf Zuspiel von Yuya Osako, die Gäste aus dem Süden hatten ihr Nickerchen noch nicht beendet. Weitere zwei Minuten später folgte die erste nennenswerte Chance für Freiburg, Kapitän Mike Frantz setzte seinen Kopfball bei der Ecke von Vicenzo Grifo aber einen halben Meter zu hoch an.

FC-Keeper Tim Horn lenkte einen Freistoß von Grifo kurz darauf bravourös zur Ecke – ehe Modeste noch vor der Pause auf 3:0 erhöhte. Der Franzose traf erneut per Kopf, diesmal nach einem Einwurf(!) von Rechtsverteidiger Frederik Sörensen.

Im Stile einer Spitzenmannschaft nutzten die Kölner ihre Chancen, agierten in der Defensive zudem gewohnt kompromisslos. Der Lohn war ein entspannter Gang in die zweite Hälfte, in die SC-Trainer Christian Streich mit Nils Petersen einen dritten Stürmer schickte. Eine angemessene Maßnahme, die aber nicht den erhofften Ertrag brachte. Eine von Horn großartig vereitelte Doppelchance für Florian Niederlechner blieb das höchste der Freiburger Glücksgefühle. Die waren auf Kölner Seite sehr ausgeprägt...

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