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Kommentiert: Längst einen Plan in der Hinterhand

Ein Kommentar von Lukas Weinberger

Jetzt ist er weg. Der Abschied von Anthony Modeste kommt nicht besonders überraschend, er war absehbar – und deshalb ist er auch nicht so tragisch, wie manche es gerne hätten: Der 1. FC Köln wird nicht auseinanderbrechen, nur weil Modeste nach China geht.

Natürlich, der Franzose ist ein großartiger Stürmer, 40 Tore in zwei Spielzeiten für den FC sprechen für sich; dazu ist er der Liebling der Fans. So einen ersetzt selbst ein Geschäftsführer wie Kölns Jörg Schmadtke nicht mal nebenher.  Es ist aber nun auch nicht so, dass ein Leistungsträger plötzlich aus der Mannschaft gerissen würde.

Modestes Transfer hatte eine lange Vorlaufzeit. Die ersten Lockrufe von Tianjin Quanjian kamen schon im Winter, und es war klar, dass der reiche Klub aus China nicht locker lassen würde. Beim FC freuen sie sich nicht nur über rund 40 Millionen Euro, sie konnten sich auch auf den Wechsel vorbereiten: die sportliche Leitung, das Trainerteam, die Fans.

Schmadtke wird im Hintergrund längst Gespräche mit potenziellen Nachfolgern geführt und einen Plan haben, wie immer. Der Geschäftsführer hat in den vergangenen Jahren schon den Abgang von Kevin Wimmer kompensiert, Yannick Gerhardt ersetzt. Trainer Peter Stöger hat jedenfalls nicht zuletzt bei Modeste selbst bewiesen, dass er neue Spieler in ein Team einbauen kann, dass er sie von einem System überzeugen kann.

Und, dass die Kölner Fans schnell einen neuen Liebling finden werden, daran zweifelt sowieso niemand ernsthaft.

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