Köln - Köln will mit Mut und Leidenschaft gegen den großen Favoriten kämpfen

Köln will mit Mut und Leidenschaft gegen den großen Favoriten kämpfen

Von: luk
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Darf er Dienstag wieder jubeln? Stefan Ruthenbeck will mit dem FC ins Pokal-Viertelfinale. Foto: dpa

Köln. Stefan Ruthenbeck hätte sagen können, was die meisten Trainer eines Fußballvereins nun mal so sagen, wenn ihre Mannschaft auf ein Team trifft, das deutlich stärker als das eigene eingeschätzt wird. Er hätte über die Favoritenrolle des Gegners sprechen und seine Qualitäten aufzählen können; er hätte versprechen können, dass seine Mannschaft dennoch alles tun werde, die bessere irgendwie zu besiegen.

Ruthenbeck, Trainer des 1. FC Köln, hätte das alles vor der dritten Runde im DFB-Pokal bei Schalke 04 (Dienstag, 20.45/ARD) sagen können. Die Kölner sind in der Bundesliga ja Tabellenletzter, die Gelsenkirchener Zweiter und die Rollen damit klar verteilt. Aber Ruthenbeck ist nicht wie die meisten Trainer; das merken sie beim FC, seit sie ihn Anfang Dezember zum Interimscoach gemacht haben. Was sagt er also vor diesem Duell auf Schalke? „Du kannst jeden schlagen, du kannst jeden weghauen.“

Ruthenbeck will seiner Mannschaft vorleben, was er von ihr auf dem Platz sehen möchte: Mut und Leidenschaft. Das also, was der FC schon am Samstag beim 1:0 gegen den VfL Wolfsburg gezeigt hat, dem ersten Sieg in der laufenden Bundesligasaison. Ein Erfolg auf Schalke würde den Kölnern neben dem Einzug ins Viertelfinale ja zudem weiteres Selbstvertrauen bescheren, das sie mit in die Winterpause nehmen könnten.

„Jeder Sieg wird uns weiterhelfen“, sagt Ruthenbeck. Der Mannschaft – und natürlich auch ihm persönlich. Wenn der FC am Dienstag gewinnen sollte, wird es noch wahrscheinlicher, dass Ruthenbeck in der Rückrunde Cheftrainer der Kölner sein wird – zumindest bis zum Sommer. Ein Gespräch zwischen ihm und Armin Veh, dem neuen Geschäftsführer Sport, sind für morgen angesetzt, beide Seiten wollen die Erkenntnisse aus dem Spiel auf Schalke noch mit in ihre Bewertung einfließen lassen.

Birk Risa kann dabei keinen Eindruck machen. Der junge Norweger, der gegen Wolfburg ein durchaus ansprechendes Startelf in der Bundesliga feierte, fällt verletzt aus, er hat nach einem Pressschlag Probleme mit dem Fuß. Risa reiht sich damit in die lange Liste der Verletzten beim FC ein, Ruthenbeck muss auf rund ein Dutzend Spieler verzichten.

Und dennoch gehen die Kölner optimistisch ins Spiel. Die Bilanz spricht jedenfalls für den FC: Von sechs Pokalduellen mit Schalke gewann er fünf. „Wir rechnen uns schon eine Chance aus“, sagte Kölns Torwart Timo Horn. „Wir haben uns ein Ziel gesetzt, wollen das Achtelfinale überstehen, weil wir da so oft rausgeflogen sind.“ Klingt fast nach Ruthenbeck.

Voraussichtliche Aufstellung: T. Horn - Sörensen, Meré, Heintz, J. Horn - Lehmann, Höger - Jojic, Führich - Klünter, Clemens

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