Köln in Augsburg: Osako und neue Varianten gegen schwarze Serie

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Startelf-Kandidat: Yuya Osako. Foto: dpa

Köln. Es ist ziemlich einfach, Gründe dafür aufzuführen, warum der FC Bayern München ein sogenannter Angstgegner für einen Klub aus der Fußball-Bundesliga sein könnte. Und auch Respekt vor einem Spiel gegen RB Leipzig ließe sich begründen, der Aufsteiger spielt ja eine starke Runde. Aber der FC Augsburg? Dieser Klub, der seit sieben Wochen ohne Sieg ist, auf Tabellenplatz 16 steht und als Abstiegskandidat gilt?

Ein Angstgegner? Es ließe sich ein gewichtiges Argument dafür finden, warum Augsburg genau das für den 1. FC Köln ist: Der heutige Gegner ist neben dem FC Bayern und Leipzig der einzige Bundesligist, gegen den der FC nicht gewonnen hat, seit Peter Stöger in Köln arbeitet. Der letzte Sieg gegen das Team aus Schwaben gelang am 30. Oktober 2011; Lukas Podolski schoss zwei Tore, und der FC siegte 3:0, lange her. Stöger sagt: „Wir haben uns mit der Art und Weise der Augsburger nie leichtgetan.“

Der Trainer und seine Mannschaft werden heute den nächsten Versuch unternehmen, diese Serie zu beenden, der FC spielt in Augsburg (15.30 Uhr), und Stöger gibt ein klares Ziel aus: „Wir wollen mit einem positiven Ergebnis nach Hause kommen.“ Ein Sieg wäre ja nicht nur schön, weil er der erste seit fünfeinhalb Jahren gegen den FCA wäre, sondern auch, weil er wichtig im Kampf um die Europa-League-Plätze sein könnte. Stöger hat im Vorfeld der Partie aber auch immer wieder betont, dass er von einem „extrem schweren Spiel“ ausgehe, Augsburg müsse schließlich endlich punkten: „Da ist Abstiegskampf pur zu erwarten, darauf müssen wir uns einstellen.“

Was Aufstellung und Taktik betrifft, hat Stöger heute wieder deutlich mehr Alternativen als in den vergangenen Wochen. Yuya Osako ist nach seinem Comeback als Einwechselspieler bei der Derbyniederlage gegen Gladbach wieder ein Kandidat für die Startelf, der Japaner ist ein „spielbestimmender Faktor“ beim FC, so hat es Stöger gesagt; auch Leonardo Bittencourt und Artjoms Rudnevs haben unter der Woche alle Trainingseinheiten absolviert, und auch Anthony Modeste und Marco Höger sind nach kleineren Blessuren wieder fit. Stöger sagt: „Wir haben aufgrund der zurückkehrenden Spieler mehr Varianten.“

Die im besten Fall dafür sorgen sollen, dass die Balance im Kölner Spiel wieder besser wird. Zuletzt war der FC in der Offensive enorm effektiv, hat in den vergangenen fünf Partien immer mindestens einmal getroffen; in der Defensive war Stögers Team dafür ungewohnt anfällig, 15 Gegentore hat es in den vergangenen sieben Spielen kassiert. „Wir müssen wieder kompakter stehen“, sagt Stöger. Und das klingt ja durchaus nach einem Plan. Gegen einen Angstgegner. (luk)

Voraussichtliche Aufstellung: Horn - Sörensen, Subotic, Heintz, Hector - Höger, Lehmann - Clemens, Bittencourt - Modeste, Osako

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