Findet der FC seine offensive Durchschlagskraft wieder?

Von: zva
Letzte Aktualisierung:
15197674.jpg
Wieder im FC-Kader: Yuya Osako. Foto: dpa

Köln. Die Tage nach der Derby-Niederlage in Mönchengladbach waren für Peter Stöger und sein Team Tage des Suchens, die Fragen waren: Wo war die offensive Durchschlagskraft des 1. FC Köln der letzten Saison abgeblieben – und wie findet man sie wieder?

„Wir haben aufgearbeitet, was wir da falsch gemacht haben“, warf der FC-Coach den Blick kurz zurück, um dann vor dem Heimspiel-Auftakt gegen den Hamburger SV am Freitagabend (20.30 Uhr) den Fokus auf diese Begegnung zu richten: „Wir werden versuchen, es gegen den HSV zu ändern.“

Ein wichtiger Baustein dazu dürfte der Einsatz von Yuya Osako sein, der nach seiner Bänderverletzung früher als erwartet in den Kader zurückgekehrt ist und gegen die Mannschaft von Trainer Markus Gisdol voraussichtlich auch zur Startformation gehören wird. „Wenn heute oder morgen nichts mehr passieren sollte, wird Yuya Teil des Teams sein“, bescheinigte der Österreicher dem Japaner Einsatzfähigkeit.

Ein gravierendes Manko gegen Gladbach war, dass es weder gelang, dass Jhon Cordoba in der zentralen Spitze in Modeste-Manier die Bälle behaupten konnte, bis seine offensiven Mitspieler nachgerückt waren, noch fanden die Außen Marcel Risse und Leo Bittencourt die schmalen Gassen in die Spitze hinein, um den Kolumbianer in Szene zu setzen. Beides Qualitäten, die der 27-Jährige in der vergangenen Saison mit sieben Treffern und acht Vorlagen überzeugend in das Kölner Angriffsspiel eingebracht hat.

Strategie-Baustein

Ein weiterer Strategie-Baustein von Peter Stöger dürfte die schwere Jubelverletzung von HSV-Angreifer Nicolai Müller sein. „Er ist ein wichtiger Spieler für den HSV, und ich hoffe, dass er möglichst schnell wieder gesund werden wird“, kommentierte er den Kreuzbandriss.

Das Mitgefühl dürfte den 51-Jährigen allerdings nicht von der Überlegung abbringen, dass der HSV dadurch nur mit zwei zentralen Angreifern auftreten dürfte, was ebenfalls einen elementaren Unterschied zur Partie in Mönchengladbach bedeuten würde: Das Team von Trainer Dieter Hecking hatte den FC konsequent über die Flügel beackert, so dass die Dreierkette ständig unter Druck stand.

Zudem mussten die beiden aufgerückten Außenverteidiger Konstantin Rausch, der gegen Hamburg mit Gehirnerschütterung fehlen und durch Jannes Horn ersetzt werden wird, und Lukas Klünter weite Wege gehen und konnten das eigene Angriffsspiel nur wenig unterstützen.

„Wir können am zweiten Spieltag vorlegen und ein bisschen was gutmachen“, richtete Stöger sein Augenmerk verstärkt auf sein eigenes Team statt auf den Gegner. „Die Hamburger haben stets bewiesen, dass sie sich aus schwierigen Situationen herausarbeiten können“, benannte der FC-Coach dennoch die größte Qualität der Relegationsprofis: „Aber unsere Mannschaft fightet auch immer bis zum Schluss.“

Voraussichtliche Aufstellung: T. Horn – Klünter, Sörensen, Heintz, J. Horn – Lehmann, Hector – Risse, Osako, Bittencourt - Cordoba

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert