DFB-Pokal: Und wieder lässt Modeste den FC jubeln

Von: Lukas Weinberger
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Es war ja das erste Heimspiel in diesem Wettbewerb seit fast sechs Jahren für den FC. Foto: dpa

Köln. Es ist recht selten geworden, dass es Premieren für Peter Stöger im Rhein-Energie-Stadion gibt, der Österreicher ist ja schon fast dreieinhalb Jahre Trainer des 1. FC Köln; Stöger hat schon einiges erlebt. Dass dieses Heimspiel in der zweiten Runde des DFB-Pokals gegen die TSG Hoffenheim aber ein besonderes sein würde, hatte der Trainer im Vorfeld immer wieder betont.

Es war ja das erste Heimspiel in diesem Wettbewerb seit fast sechs Jahren für den FC, es war damit auch das erste für Stöger und seine Spieler; nie zuvor hatte einer von ihnen bei einem Pokalspiel in Müngersdorf auf dem Platz gestanden.  Und deshalb hatte  Stöger gesagt: „Es freuen sich alle auf diese Partie, und wir hoffen, dass man das sowohl auf den Rängen als auch auf dem Feld sieht.“

Und wie sie zu sehen war, als Schiedsrichter Marco Fritz nach etwas mehr als 120 Minuten abpfiff. Bei den Spielern, bei den Verantwortlichen, bei den Fans. Köln gewann das Spiel gegen Hoffenheim am Ende durchaus verdient mit 2:1 nach Verlängerung und steht damit im Achtelfinale des DFB-Pokals. Benjamin Hübner hatte Hoffenheim in der 8. Minute vor 42.900 Zuschauern zwar in Führung gebracht, Kölns Marcel Risse glich in der 36. Minute aber mit einem Traumtor aus, indem er einen Freistoß aus über 30 Metern ins Hoffenheimer Tor drosch.

Und kurz nach Beginn der Verlängerung drehte Torjäger Anthony Modeste die Partie zugunsten seines FC (91.)
Stöger hatte seine Startelf im Vergleich zur 1:2-Niederlage bei Hertha BSC auf drei Positionen verändert: Für den verletzten Yuya Osako rückte Artjoms Rudnevs ins Team, für die geschonten Marco Höger und Dominique Heinz begannen Simon Zoller und Pawel Olkowski.

Die neuformierte Kölner Mannschaft hatte sich allerdings noch gar nicht sortieren können, da lag sie schon 0:1 hinten. Der Ball schien nach einer Ecke der Hoffenheimer eigentlich schon geklärt, da brachte Niklas Süle ihn doch noch mal hoch in den Strafraum des FC.

Und fand seinen Abwehrkollegen Hübner, der per Kopf traf (8.). Das Kölner Spiel war in der Folge viel zu fehlerbehaftet, in der Offensive gelang zunächst nichts. Erst nach einer halben Stunde kam der FC zu halbwegs gefährlichen Chancen, für ein Tor musste aber ein Standard her: Matthias Lehmann tippte den Ball an, Risse schoss, und sein Freistoß aus über 30 Metern schlug unhaltbar für Hoffenheims Torwart Oliver Baumann im Winkel ein. Hoffenheim war geschockt. Und Köln der Führung plötzlich ganz nah: Nach einer Flanke von Risse köpfte Anthony Modeste knapp am Pfosten vorbei (42.).

Der FC nahm den Schwung mit in Halbzeit zwei, brauchte keine Anlaufzeit mehr, aber auch Hoffenheim blieb gefährlich. Nach 66 Minuten musste Kölns Torhüter Timo Horn einen Schuss von Hoffenheims Nadiem Amiri mit den Fäusten entschärfen, nach 82 Minuten schoss Amiri knapp vorbei. Zwischendurch hatte Risse noch einmal hart auf Tor geschossen, diesmal aus kürzerer Distanz, diesmal aber war Baumann zur Stelle (76.). Und weil ein paar weitere Halbchancen auf beiden Seiten ungenutzt blieben und der gute Schiedsrichter Fritz zu Recht nicht auf Handelfmeter entschied, als Jonas Hector mit seinem Fernschuss Kevin Vogt am Oberkörper traf, blieb es nach 90 Minuten beim 1:1.

In der Verlängerung war dann nicht mal eine Minute gespielt, da stand der bis dato glücklose Modeste richtig: Olkowski dribbelte bis zur Grundlinie, flankte in die Mitte, wo Modeste den Ball nur noch über die Linie drücken musste. Die verbliebenden 29 Minuten drückten die Hoffenheimer, die Kölner verteidigten leidenschaftlich – und retteten den Sieg ins Ziel.

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