Köln - Der FC Köln und die störende Pflichtaufgabe gegen Bate Borissow

Der FC Köln und die störende Pflichtaufgabe gegen Bate Borissow

Von: luk
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Sieht in jedem Spiel die Chance, Selbstvertrauen zu tanken: Kölns Trainer Peter Stöger. Foto: dpa

Köln. An diesem 21. Mai hat sich beim 1. FC Köln niemand auch nur ansatzweise vorstellen können, wie viele Sorgen die Europa League dem Verein bereiten würde, im Gegenteil. An diesem Tag hatten der FC und seine Fans ja die Rückkehr in den Europapokal nach 25 Jahren gefeiert, die Vorfreude war riesig. Und jetzt? Die Auftritte in der Europa League sind irgendwie zur lästigen Pflicht geworden.

Weil ein Spiel wie das gegen Bate Borissow am Donnerstag (21.05 Uhr/Sport1) die Konzentration auf das erschwert, was beim sieglosen Tabellenletzten der Fußball-Bundesliga im Moment wirklich wichtig ist: der Abstiegskampf.

Und als wäre das noch nicht genug, hat die Europäische Fußball-Union (Uefa) Köln am Montag für das Fehlverhalten einiger Fans am Rande des ersten Europa-League-Spiels der Saison beim FC Arsenal hart bestraft. Der FC muss 60.000 Euro zahlen; zudem droht ein Zuschauerausschluss bei einem Auswärtsspiel im Europapokal.

Diese Strafe wurde allerdings für zwei Jahre auf Bewährung ausgesetzt. Zudem haben die Kölner 30 Tage Zeit, Arsenal die Schäden zu ersetzen. 50 FC-Anhänger hatten in London versucht, einen Block zu stürmen. Es gab Schlägereien, Bengalos wurden gezündet, Gegenstände geworfen. Ob Köln Einspruch einlegt, ist offen.

Die Bewährungsstrafe greift nur bei Vorfällen in Auswärtsspielen. Sollte es in den Heimspielen gegen Borissow oder Arsenal (23. November) zu Zwischenfällen kommen, bliebe das letzte Auswärtsspiel bei Roter Stern Belgrad (7. Dezember) davon unberührt. Ein Strafmaß würde separat verhandelt werden.

Marohs Bänder

Trotz aller Widrigkeiten wird der FC das Spiel am Donnerstag ernst nehmen, daran hat Trainer Peter Stöger nach der Niederlage gegen Bayer Leverkusen am Samstag keinen Zweifel gelassen. Jedes Spiel sei eine Chance, Selbstvertrauen zu tanken, betont der Trainer seit Wochen. Wahrscheinlich wird er seine Elf dennoch wieder durcheinanderwirbeln – auch um Kräfte für das Ligaspiel am Sonntag (15.30 Uhr) gegen Hoffenheim zu sparen, „die wichtigere Partie“, wie Abwehrspieler Dominique Heintz bereits am Samstag erklärte.

Ob Dominic Maroh gegen Borrisow eine Option ist, ist fraglich. Er hat sich in Leverkusen zwar keine Bänder im Fuß gerissen, in Mitleidenschaft gezogen wurden sie aber schon. Am Montag musste Kapitän Matthias Lehmann das Training mit einer Platzwunde am Kopf abbrechen. Ausfallen wird er aber nicht. Wieder ins Teamtraining eingestiegen ist Marcel Risse nach seiner Meniskusverletzung.

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