Köln - 1. FC Köln: „Klünti“ erfährt als Letzter vom Einsatz

1. FC Köln: „Klünti“ erfährt als Letzter vom Einsatz

Von: rom
Letzte Aktualisierung:
1. FC Köln Jonas Hector (l-r), Lukas Klünter und Milos Jojic
Lukas Klünter (2. v. l.) war so ziemlich der Letzte, der von seinem Einsatz erfuhr. Foto: dpa/Federico Gambarini

Köln. „Klünti“ war so ziemlich der Letzte, der es erfuhr: „Ich habe erst zwei Stunden vor dem Spiel gegen Frankfurt gesehen, dass mein Name auf der Tafel auftaucht. Das war auch gut so, dann hatte ich keine Zeit mehr, nervös zu werden“, sagte Lukas Klünter selbst.

Der 20-Jährige war beim 1:0-Sieg des 1. FC Köln gegen die Eintracht erstmals in die Startformation gerückt, der zehnte Spieler im Bundesliga-Kader, der entweder in Köln geboren wurde oder aus dem eigenen Nachwuchs stammt.

„Ich kenne Klünti gut“, begründete FC-Coach Peter Stöger die Geheimniskrämerei, „er trägt den FC im Herzen. Ich habe ihm gesagt, alle Fehler, die er macht, gehen auf meine Kappe.“ Viel zu tragen hatte der Kölner Trainer nach den 90 Minuten dann aber nicht: Klünter erledigte seine defensiven Aufgaben im ersten Durchgang unspektakulär und fehlerfrei, rückte in den zweiten 45 Minuten, als Konstantin Rausch und Leo Bittencourt auf der linken Seite das Kölner Spiel Richtung Frankfurter Tor trieben, dann auf der rechten Seite bei Ballbesitz weiter nach vorn.

Mitverantwortlich dafür, dass der FC ohne Gegentor als Sieger vom Platz ging, war allerdings auch Milos Jojic, von vielen schon als Fehlgriff von Sportdirektor Jörg Schmadtke abgeschrieben. „In der zweiten Hälfte sollte sich Jojic um Omar Mascarell kümmern, der im ersten Durchgang gefühlte 500 Ballkontakte hatte und nicht in den Griff zu kriegen war“, beschrieb Kapitän Matthias Lehmann die defensive Aufgabe.

In der Offensive sorgte der Serbe mit seinem dritten Rückrundentreffer dafür, dass der FC bereits nach dem 27. Spieltag 40 Punkte auf dem Konto hat – nur drei weniger als nach Ende der letzten Spielzeit. „Viel Kampf, viel Lauferei, wenig Fußball“, beschrieb der Serbe in sechs Worten die über weite Strecken wenig ansehnliche Partie, in der sein präziser Schuss an den Innenpfosten zum 1:0 (53.) durchaus als Höhepunkt gelten kann. Aber für Schönspielerei gibt es ja auch keine Extrapunkte.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert