1. FC Köln: Auf der Suche nach einer Erklärung für die Niederlage

Von: zva
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Mag gar nicht hinsehen: Kölns Marco Höger nach dem Pokal-Aus. Foto: dpa

Hamburg. Die HSV-Anhänger sangen den Klassiker „Wir fahren nach Berlin“, und die Spieler träumen sogar schon von Europa: Beim Hamburger SV haben zwei Siege binnen vier Tagen wieder einmal im Handumdrehen für Euphorie gesorgt.

„Natürlich wollen wir ins Finale. Es sind noch zwei Spiele, aber wenn wir jedes Mal so Gas geben, können wir es schaffen“, sagte HSV-Kapitän Gotoku Sakai nach dem 2:0-Achtelfinalsieg gegen den 1. FC Köln. In dieser ausgelassenen Stimmung hatten eigentlich die Kölner die Rückreise aus der Hansestadt antreten wollen, aber daraus wurde bekanntlich nichts. Ihre Gefühlslage war eine andere, sie war ziemlich entgegengesetzt. Beim FC herrschte Katerstimmung.

Es war ein trüber Abend im Volksparkstadion gewesen, was längst nicht nur am Hamburger Wetter lag; das Pokal-Aus war durchaus verdient. „Wir haben zu viele Dinge nicht optimal gelöst“, sagte Trainer Peter Stöger. „Und dann ist es auch keine Überraschung, wenn man ein Spiel gegen einen Bundesligaverein nicht gewinnt.“ Eine richtige Erklärung dafür, dass der FC vor allem in der ersten Halbzeit sehr schwach gespielt hatte, hatte auf Anhieb niemand parat, nicht der Trainer, nicht die Spieler.

Auch nicht Jörg Schmadtke, der Geschäftsführer sagte: „Ich kann es nicht erklären, warum wir unsere zuletzt guten Leistungen nicht abrufen konnten.“ Und Thomas Kessler, Kölns Keeper, der beim ersten Gegentreffer gepatzt hatte, urteilte: „Es hätte kein Hexenwerk gebraucht, um hier zu gewinnen, deswegen ist es sehr ärgerlich.“ An den Umstellungen an der Startelf – Marco Höger und Leonardo Bittencourt saßen auf der Bank und kamen erst zur zweiten Hälfte – habe es nicht gelegen, befand Schmadtke: „Das glaube ich nicht.“

Der Manager haderte aber nicht nur mit der Leistung der eigenen Mannschaft, auch mit dem Auftritt des Unparteiischen Günter Perl war Jörg Schmadtke nicht zufrieden. „Zum Schiedsrichter muss ich nichts sagen“, sagte der Sportdirektor. „Die Leistung spricht für sich.“

Und wäre die Niederlage nicht schon genug, bangen die Kölner auch noch um Nationalspieler Jonas Hector, der nach einem Schlag auf die Wade vorzeitig ausgewechselt werden musste.

Zudem mussten sich die FC-Spieler dann auch noch die glückseligen Zitate der Hamburger anhören. Der starke Torhüter René Adler sagte: „Ich war schon mal im Finale (2009 mit Bayer Leverkusen, Anm. d. Red.) und weiß, wie schön das ist. Man kann plötzlich in Berlin und dann vielleicht sogar im Europacup sein.“

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