Whatelet: „Ich hoffe auf einen Erfolg“

Von: Helga Raue
Letzte Aktualisierung:
12524290.jpg
Muss am Donnerstag zuschauen und die Daumen drücken: der Belgier Gregory Whatelet. Foto: Uwe Anspach

Aachen. Nein, es sind nicht die Niederländer, die am Donnerstag als Titelverteidiger beim Nationenpreis in den Parcours reiten. 2015 war EM, da triumphierte Oranje. 2014 – beim CHIO – trug die Siegerequipe Schwarz-Gelb-Rot – nicht zu verwechseln mit Schwarz-Rot-Gold, denn die deutschen Springreiter triumphierten von 2006 bis 2008 zwar drei Mal in Folge, seither aber nicht mehr.

Als letzter Starter war Gregory Whatelet auf Conrad de Hus 2014 zwei Mal fehlerlos geblieben und hatte die Belgier zum Sieg geführt. Ein Jahr später kürte sich der 35-Jährige an gleicher Stelle zum Vize-Europameister.

Anno 2016 gehört Whatelet zwar zur belgischen Equipe, doch am Donnerstag reiten Jérôme Guéry, Olivier Philippaerts, Jos Verloy und Judy-Ann Melchior. „Wir haben schon vor dem CHIO geplant, dass dieses Quartett starten wird“, so der belgische Coach Dirk Demeersman.

Dass der belgische Triumph sich wiederholt, scheint angesichts der durchwachsenen Saison unwahrscheinlich, aktuell steht das Team in der Nationenwertung auf Platz acht (von zehn), der Abstieg in die zweite Division droht. Nur in Hickstead – Aachen gehört nicht mehr zur Nationenpreisserie – können die Belgier noch punkten. „Wir müssen dort siegen, und dann auf die Konkurrenz hoffen. Es wird ganz schwer“, so Demeersman. Und das ein Jahr nach dem bisher einmaligen Triumph, als die belgischen Springreiter das Nationenpreisfinale in Barcelona gewannen, allerdings bei der EM als Mit-Favorit auch das Olympia-Ticket verpassten.

Zwei Einzelreiter (Nicola Philippaerts und Jérôme Guéry) vertreten Schwarz-Gelb-Rot in Rio – der Vize-Europameister ist nicht dabei. Sein Top-Pferd Conrad de Hus wurde nach der EM in die USA verkauft. „Und für meine anderen Pferde kommen die Spiele zu früh“, bedauert Wathelet. 2014 war er als letzter belgischer Reiter in den Parcours gegangen, musste fehlerlos bleiben, um den Sieg einzutüten. „Das war schon ein ungeheurer Druck. Zum Glück war ich an dem Tag Doppel-Null. Das war ein gutes Gefühl“, erinnert sich der 35-Jährige aus Huy (bei Liége) gerne zurück.

Am Donnerstag muss er zuschauen, kann seine Kollegen nur in der Vorbereitung unterstützen. „Ich bin nicht traurig, so ist das eben, wenn man wieder junge Pferde heranführen muss“, kennt Gregory Whatelet, der 2006/07 zwischenzeitlich für die Ukraine antrat, die Situation. „Coree, mit der ich Vierter im Europa-Preis geworden bin, hat noch nicht genug Erfahrung. Und Taalex, den ich im Großen Preis reiten will, geht noch nicht konstant genug.“ Auch wenn die Saison für das belgische Team bisher nicht so gut lief, Chancen auf einen vorderen Platz sieht Wathelet trotzdem: „Es sind gute Pferde und Reiter, ich hoffe auf einen Erfolg.“

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert