Aachen - Von Wunderpferden und dankbaren Niederländern

Von Wunderpferden und dankbaren Niederländern

Von: Thorsten Karbach und Stephan Mohne
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Bilder einer CHIO-Woche (oben
Bilder einer CHIO-Woche (oben links nach unten rechts): Die Prominenz war zahlreich vertreten - unter anderem mit Fußballer Thomas Müller und Ehefrau Lisa sowie Wladimir Klischtko und Ministerin Ursula von der Leyen. Der Nachwuchs saß schon mal Probe, wenn auch nur auf Bronzeziegen, während andere sich die Haare rauften. Beim Wetter gab es mal Regen und mal Sonne. 1200 Helfer sorgten für das Gelingen, während Maskottchen Karli im dichten Gedränge steckenblieb. Gewinner gab es bei der AZ beim täglichen Quiz, das zum Abschluss Udo Laufmöller (Uvex) und Jule Geuppert (Aamo)

Aachen. Auf der Zielgeraden haben Gerco Schröder und Jeroen Dubbeldam den deutschen Springreitern den Sieg im Nationenpreis aus den Händen gerissen, auf der Bühne des AZ-Aktionszentrums wurden die beiden Niederländer vom Publikum mit offenen Armen empfangen.

„Das ist unglaublich, dieses Publikum ist etwas ganz Besonderes”, schwärmte Dubbeldam. Recht hatte er. Die Menschen im Regen, sie waren eine der faszinierenden Geschichten des CHIO 2011, aber es gab doch so viele große und kleine Geschichten, Anekdoten, Erinnerungen. Sie alle wurden besprochen - in den mehr als 200 Interviews bei den AZ-Redakteuren Robert Esser auf der Bühne des AZ-Medienzentrums und bei Manfred Kutsch in den Stadien.

Da war Paul Schockemöhle, Besitzer des Wunderpferdes Totilas. Trotz mehrerer Nachfragen wollte er nicht verraten, wie viele Millionen er für den schwarzen Dressurhengst bezahlen musste. Zehn Millionen wird gemunkelt. Er lobte aber nicht nur die Leistungen von Totilas sondern auch die seines neuen Reiters Matthias Alexander Rath: „Es ist schon erstaunlich, wie er als junger Reiter mit diesem enormen Druck fertig wird.” Reiter Rath erklärte - natürlich auch auf der AZ-Bühne -, dass er zumindest im Viereck keine Versagensängste kenne. „Wenn ich Totilas reite, genieße ich einfach nur dieses unvergleichliche Pferd - dies allerdings hoch konzentriert.” Rath verriet außerdem, dass Totilas´ Pflegerin neben dem Hengst im Stall schlafe. Der Traum so vieler reitsportbegeisterter Pferdefreunde.

Nie war die Dressur früher ausverkauft beim CHIO, als in diesem Jahr. Alle wollten Totilas sehen, und so waren es tatsächlich Hunderte, die gestern Mittag den Service des Zeitungsverlages dankbar annahmen, die Wettbewerbe auf zwei großen Bildschirmen zu erleben. Da standen sie also, hielten den Atem an und verfolgten jede Traversale, jede Passage des Hengstes.

Große Verdienste um den CHIO: „Preis der Stadt Aachen” für Klaus Pavel

17 Jahre lang, von 1993 bis 2010, war er der Präsident des Aachen-Laurensberger Rennvereins (ALRV). Im letzten Jahr trat er von diesem Amt zurück, bleibt dem Weltfest des Pferdesports jedoch als Ehrenpräsident weiter erhalten. Nun wurde Klaus Pavel für seine Verdienste um den CHIO im Rahmen des Turniers im Springstadion mit dem „Preis der Stadt Aachen” ausgezeichnet.

„Diese Auszeichnung möchte ich im Geiste an alle Zuschauer, Mitarbeiter und Menschen weitergeben, die zu dem Erfolg dieses Turniers beigetragen haben”, sagte Klaus Pavel, nachdem OB Marcel Philipp ihm den Preis in Form einer Pferdeskulptur übergeben hatte. Auch Carl Meulenbergh, der neue Präsident des ALRV, gehörte zu den Gratulanten.

Der „Preis der Stadt Aachen” wird seit 1995 jedes Jahr vergeben. Die Preisträger können unterschiedlicher nicht sein, denn neben Mercedes-Chef Dr. Dieter Zetsche und der Familie Talbot haben auch schon die ehrenamtlichen Turniermitarbeiter und das treue Publikum des CHIO Aachen diesen Preis erhalten.
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