Vom Pferderücken an den PC: Voltigierer Dennis Peiler

Von: Günter Kirschbaum
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Macht auf dem Pferd eine ebenso gute Figur wie als FN-Pressesprecher: Dennis Peiler. Foto: Holger Schupp

Aachen. Der Mann ist beim Telefongespräch ganz locker. Er redet über sich, seinen Sport und den Job. So, als wäre es selbstverständlich, Spitzensportler, Sprecher der Nationalen Reiterlichen Vereinigung (FN) und Buchautor zu sein. Dennis Peiler, der promovierte Sportwissenschaftler, lebt auf der Überholspur. Sein Tag findet zwischen seinem Wohnsitz Hamm, seinem Schreibtisch in Warendorf und der Reitanlage seiner Eltern in Hamm statt. Seit Anfang dieses Jahres ist der 30-Jährige offiziell Pressesprecher der FN. Und der Job gibt den Takt in seinem Alltag vor. „Gerade in den letzten Monaten ist das Training zu kurz gekommen”, räumt Dennis Peiler ein.

Die aktuelle Doping-Diskussion bei den Reitern fordert den Öffentlichkeitsarbeiter des Verbandes in besonderem Maße.

Das erschwert zwar die Vorbereitung des Voltigierers auf das Aachener Turnier, reduziert aber nicht Peilers Ansprüche. „Ich möchte in Aachen ganz gerne das EM-Ticket lösen”, sagt er. Die kontinentalen Titelkämpfe finden vom 29. Juli bis 2. August in Malmö statt.

Die Wettbewerbe der Voltigierer beginnen bereits am heutigen Freitag und enden Sonntag. Also wird Dennis Peiler zunächst bis Sonntag in Aachen sein und um seine EM-Teilnahme kämpfen. Dann könnte es durchaus geschehen, dass im Pressezentrum ein junger Mann in einem Voltigierkostüm vor einem Computer sitzt und die letzten Neuigkeiten zur Veröffentlichung vorbereitet. „Das ist eine typische Szene”, erzählt Peiler. „Handy aus, aufs Pferd gestiegen, runter vom Pferd, Handy an und an den Computer.”

Ab Montag wird´s dann doch etwas ruhiger werden. Dann steht ein Bürotag in Warendorf in seinem Kalender, und ab Dienstag wird er wieder auf dem Aachener Turniergelände anzutreffen sein. Dann muss er wieder die Standpunkte der FN professionell vertreten, für Journalistenfragen zur Verfügung stehen und die Verbands-Berichterstattung in den Bereichen Springen und Dressur abwickeln.

Einen emotionalen Schwerpunkt hat er dabei nicht. Sein Sport und der Job sind aber noch lange nicht gleichrangig. „Beides hat mit der Leidenschaft für Pferde zu tun”, sagt Peiler. „Aber der Beruf hat Vorrang. So lange sich Sport und Beruf miteinander vereinbaren lassen, mache ich beides.” Daher wird sich sein Tagesablauf jenseits der Turniere nicht verändern.

Aufstehen um sechs, Frühstück, gut 50 Kilometer Autofahrt ins Büro nach Warendorf, wo er zwischen 7.30 und 8 Uhr seinen Dienst antritt. Der dauert normalerweise bis mindestens 18 Uhr. Dann geht´s zum Training auf die Reitanlage der Eltern zurück nach Hamm oder ins Fitnessstudio. „Ohne die körperlichen Voraussetzungen kriege ich auf dem Pferd nicht das umgesetzt, was ich mir vorstelle”, begründet Dennis Peiler.

Der Mann hat seinen Tagesablauf fest im Griff. Sein Zugeständnis: „Manchmal fällt der Schlaf etwas kurz aus.” Aber damit kann der 30-Jährige gut leben.
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