Aachen - Voltigierer: Sieg im Nationenpreis ist das Ziel

Voltigierer: Sieg im Nationenpreis ist das Ziel

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Pas de Deux: Jolina Ossenberg-Engels und Timo Gerdes, 2016 Vierte im Finale. Foto: Thomas Rubel

Aachen. Gelingt die Revanche im Nationenpreis? Nachdem die deutschen Voltigierer 2016 Frankreich Platz eins überlassen mussten, wollen sie die Scharte heute beim CHIO Aachen auswetzen. Am Freitag hatten sie in der Albert-Vahle-Halle den CHIO eröffnet.

Für die Einzelvoltigierer geht es nicht nur um Sieg und Platzierung, sondern auch um die EM-Tickets. Mit Bundestrainerin Ursula Ramge unterhielt sich Helga Raue über den CHIO und das Championat.

Wurmt die Niederlage gegen Frankreich im Nationenpreis 2016 noch?

Ramge (lacht): Wir treten an, um zu gewinnen. Es ist für uns ein zusätzlicher Ansporn, dass im vergangenen Jahr ein anderes Team gewonnen hat. Das zeigt aber auch die Leistungsdichte, man darf sich an der Spitze keinen Patzer erlauben. Dass wir im vergangenen Jahr nur Zweiter waren, fordert uns heraus.

Wie sieht es denn 2017 mit der Konkurrenz aus?

Ramge: Die Franzosen sind diesmal in Aachen leider nicht am Start, waren aber in diesem Jahr bisher auch nicht so stark. Stark sind Österreich und die Schweiz, Letztere stellen in Aachen aber keine Gruppe. Bei der EM müssen wir sie aber im Auge behalten. Richtig gut sind die Italiener unterwegs, da engagiert sich eine Gruppe junger Leute.

Apropos Gruppe: Welche haben Sie für Aachen nominiert?

Ramge: Köln-Dünnwald, das das EM-Ticket schon sicher hat, und Neuss-Grimlinghausen. Der noch amtierende Europameister hat sich stark verjüngt und ist wieder auf dem Weg in die Spitze. Die Neusser sind Köln nur knapp unterlegen. Aktuell macht der VV Ingelsberg, Vize-Weltmeister von 2016, einen Umbruch durch und braucht noch ein Jahr auf dem Weg nach oben. Die Kölner, die 2016 hier gewonnen hatten, sind dagegen seit längerem konstant.

Die Kölner um ihren Schweizer Trainer werden auf Picardo turnen.

Ramge: Ja, das ist interessant. Das Kölner Top-Pferd Danny Boy wird auf die Europameisterschaft Anfang August in Ebreichsdorf bei Wien vorbereitet. Ich bin sehr gespannt, wie die Runden in Aachen auf dem Zweitpferd laufen.

Apropos EM, wie sieht es denn mit den Tickets für die Einzelvoltigierer aus? Werden die wieder in Aachen verteilt?

Ramge: Ja, heute nach dem Nationenpreis geben wir die Nominierungen bekannt. Wir haben erstmals seit Jahren wieder vier Frauen in Deutschland, die sich eine 8 vor dem Komma erturnen, hier ist eine deutliche Aufwärtskurve zu sehen. Und bei den traditionell starken deutschen Männern ist es eh immer eine „Schlacht der Giganten“.

Wie sieht Ihr Team in Aachen denn aus?

Ramge: Die Männer werden angeführt von Thomas Brüsewitz, der ja schon 2016 in Aachen gewann. Dazu kommen sein Bruder Viktor – die beiden haben 2015 bei der EM Silber und Bronze geholt –, Jannik Heiland und Erik Oese. Kristina Boe und Janika Derks belegten 2016 die ersten beiden Plätze. Neben diesen beiden werden Vize-Europameisterin Corinna Knauf und Sarah Kay antreten.

Mit welchen Erwartungen sind Sie nach Aachen gereist?

Ramge: Aachen ist immer das Highlight des Jahres neben dem Championat. Hier trifft die Weltspitze aufeinander. Somit ist das Turnier eine echte Standortbestimmung.

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