Aachen - Viel mehr als „nur“ Pferdekutschen auf dem Markt

FuPa Freisteller Logo

Viel mehr als „nur“ Pferdekutschen auf dem Markt

Von: Hans-Peter Leisten
Letzte Aktualisierung:
000003dc5249baa7_ANS-kutschen-stadt-2015-0038.jpg
Eins von 21 Gespannen, die sich am Samstagmorgen auf dem Markt präsentierten. Foto: Andreas Steindl.

Aachen. Wer will da einfach von Pferdekutschen und Gespannen reden?! Nein, der Fachausdruck der schmucken Wagen mit noch schmuckeren Pferden lautet Equipage. Und das bedeutet viel mehr.

Neben prächtigen optischen Eindrücken kamen die Besucher des Marktes am Samstagmorgen in den Genuss eines charmanten Lehrstündchens. Wenn in Aachen anlässlich des Weltpferdefestes, das in diesem Jahr kein CHIO ist, der Sport der Vierbeiner ins Rollen kommt, dann ist halt doch Kutschenzeit. Und von der Rathaustreppe aus versorgte Andres Furger, ein Schweizer Historiker und ausgewiesener Gespann-Experte, die Besucher umfassend mit Infos.

Unter Equipage versteht man eben das Gesamtensemble, Fahrzeug, Pferde, Fahrer, Begleiter(innen) und was sonst noch alles dazugehört. 21 an der Zahl waren es, die ihren Weg von der Soers aus auf Umwegen durch Laurensberg und die Altstadt hin zu Katschhof und Markt gefunden hatten. Dort wurden sie mit Applaus begrüßt und von Andres Furger und Oberbürgermeister Marcel Philipp fachmännisch mit Kommentaren auf ihren weiteren Weg zurück Richtung Turniergelände zurückgeschickt.

Ein-, Zwei- und Vierspänner gaben ein eindrucksvolles Bild ab. Genau wie die einachsigen Tandem-Gespanne mit hintereinander gezäumten Pferden, die als die gefährlichsten Fahrzeuge in Kutschensport gelten. Aber da bestand an diesem Samstagvormittag keine Gefahr, denn bei diesem „Concours d’Elégance“ handelte es sich um einen Korso zu Show-Zwecken im besten Sinne. Oder wie OB Philipp es ausdrückte, um Symbole, dass in Aachen „Pferde Teile des Stadtbildes sind wie in keiner anderen Stadt“.

Die große Öffentlichkeitswirksamkeit hat sich offensichtlich weit herumgesprochen, denn auch einige Tierschützer nutzten die knapp zweistündige Veranstaltung, um gegen Pferdesport zu protestieren. Viel mehr als Parolen auf dem historischen Pflaster auf Markt und Katschhof hinterließen sie aber nicht. Eine Gruppe von rund 50 Elternvertretern nutzte die Öffentlichkeit, um ihren Unmut über den aktuellen Kita-Streit gegenüber dem OB plakativ vorzutragen. Nach kurzem Austausch lud der die Gruppe auf die Ratshaustreppe ein und bot ihr eine durchaus repräsentative Plattform – die diese auch kurz und selbstverständlich absolut friedlich nutzte.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert