Aachen - „Und da stehen noch Klamotten”

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„Und da stehen noch Klamotten”

Von: gk
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Fehlerfreies Paar: Jeoren Dubb
Fehlerfreies Paar: Jeoren Dubbeldam und Simon. Foto: Uwe Anspach

Aachen. Die Nacht nach dem niederländischen Triumph im Nationenpreis der Springreiter war kurz. Doch Jeroen Dubbeldam, der Star des Oranje-Teams, war auch am Freitag noch in allerbester Stimmung. Wir sprachen mit dem 38-Jährigen aus Zwolle, der 2000 Olympiasieger in Sydney und 2006 Mannschafts-Weltmeister in Aachen wurde.

Gleich nach dem Nationenpreis kam Parcours-Chef Frank Rothenberger und gratulierte Ihnen als dem besten Reiter.

Dubbeldam: Das tut gut, das ist sehr erfreulich. Das Gewinnen ist herrlich, aber in Aachen ist es schon der Wahnsinn. Und wenn man dann noch Komplimente bekommt von jemandem, der weiß, was er sagt, dann ist das schon etwas Besonderes.

Dabei hatte es nach dem ersten Umlauf gar nicht so gut für Oranje ausgesehen.

Dubbeldam: Warum? Wir lagen an fünfter Stelle. Ich fand nicht, dass wir schon aus der Verlosung raus waren. Wir lagen nur einen Springfehler zurück.

Der zweite Umlauf war aber schwerer.

Dubbeldam: Ein paar Sprünge sind erhöht worden. Und es regnete. Es war schon ein schwieriger Abend.

Wann waren Sie sicher, wieder mit um den Sieg zu Springen?

Dubbeldam: Ich hatte dieses Gefühl während der gesamten Prüfung. Meine Kollegen haben dann in der zweiten Runde zwei Nuller vorgelegt, und ich bin als Schlussreiter auch fehlerfrei geblieben. Ich hätte aber nie gedacht, dass Deutschland und Frankreich am Ende so die Ohren hängen lassen.

Welche besonderen Schwierigkeiten waren im Parcours zu bewältigen?

Dubbeldam: Es war ein langer Kurs, und er war schwer für die Pferde. Ganz wichtig war die Bahn mit dem Wassergraben und der anschließenden zweifachen Komination. Das hat viel Kraft gekostet. Dann kommst du um die Ecke, und da stehen noch drei Klamotten.

Der Aachener Sieg kürt die niederländische Equipe auch für die EM in Madrid zum Favoriten...

Dubbeldam: Holland gehört eigentlich immer zu den Favoriten. Aber es kann passieren, dass man mal ein Jahr hat, in dem entweder die Reiter oder die richtigen Pferde fehlen. Bei uns waren es im letzten Jahr die Pferde. Ein Pferdeland wie Holland macht das allerdings schnell wieder wett. In diesem Jahr passt es wieder viel besser zusammen.

Ist es in solchen Situationen von Vorteil, einen Mann wie Rob Ehrens als Equipechef zu haben, der das Geschäft auch als langjähriger Top-Reiter kennt?

Dubbeldam: Er weiß aus seiner Erfahrung heraus, wie solch eine Situation einzuschätzen ist. Auch wenn es mal in die Hose geht, weiß er, was zu tun ist. Einen solchen Chef zu haben ist schon von Vorteil. Er hilft uns einfach, in jeder Situation ruhig und gelassen zu bleiben.
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