Totilas tritt gegen den Rest der Dressur-Welt an

Von: Helga Raue
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Matthias Alexander Rath steht mit dem Hengst vor der erstengroßen internationalen Bewährungsprobe vor der EM. Foto: dpa

Aachen. In der Dressur gibt es im Moment nur ein Thema: Totilas. Der Hype um den schwarzen Hengst, vielfach als „Wunderpferd” bezeichnet, hat die deutschen Dressur-Fans fest im Griff. So auch beim CHIO Aachen, wo Totilas unter seinem neuen Reiter Matthias Alexander Rath (Kronberg) am Donnerstag im Grand Prix erstmals auf die versammelte Weltelite treffen wird. Es ist nach den Deutschen Meisterschaften in Balve, wo Rath die nationale Konkurrenz dominierte und Doppel-Gold gewann, der erste große internationale Härtetest für das Duo vor den Europameisterschaften Mitte August in Rotterdam.

Im vergangenen Jahr gewann der Niederländer Edward Gal, der in diesem Jahr Sisther de Jeu satteln wird, überlegen alle drei Dressuren in Aachen und holte drei WM-Titel - mit Totilas. Von der Klasse war der schwarze Hengst bei der DM noch deutlich entfernt. Die spannende Frage: Wie hat das Paar Rath/Totilas sich seither verbessert? „Es wäre vermessen zu glauben, dass Totilas in Aachen wieder drei Prüfungen gewinnen kann”, rückt Totilas Mitbesitzer Paul Schockemöhle die Verhältnisse zurecht. Schließlich werden in Aachen Vize-Weltmeisterin Laura Bechtolsheimer (Großbritannien), der WM-Dritte Steffen Peters (USA) und Adelinde Cornelissen (Niederlande) am Start sein.

Und nicht zu vergessen die Konkurrenz aus dem eigenen Land, angeführt von Isabell Werth (Rheinbach) mit dem aufgehenden Stern El Santo. Werth, Rath, Christoph Koschel (Hagen) mit Donnperginon und Anabel Balkenhol (Rosendahl) mit Dablino, die 2010 Team-Bronze bei der WM gewannen, bilden die Equipe für Aachen und haben auch die besten Karten im Kampf um die EM-Tickets. Der Grand Prix, gleichzeitig Nationenpreis, beginnt am Donnerstag um 9 Uhr, Spézial bzw. die Kür folgen am Samstag ab 8.30 Uhr bzw. Sonntag 10 Uhr.

Erste Verfolgerin in Richtung EM-Equipe dürfte Helen Langehanenberg (Havixbeck) mit Damon Hill sein, die mit Nadine Capellmann (Aachen) auf Elvis das Starterfeld in der CDI-Tour anführt. Diese beginnt am Mittwoch um 18.30 Uhr im Deutsche Bank Stadion dem Grand Prix.

Ihre CHIO-Premiere feiert ab 16 Uhr Jill de Ridder im Prix St. Georges. Die 18-jährige Aachenerin, 2007 Doppel-Europameisterin und Team-Europameisterin der Junioren 2010, wird mit dem erfahrenen Wellington in der sogenannten kleinen Tour starten. Eine Konkurrentin ist Nadine Capellmann, die ihre hoch veranlagte junge Stute Diamond Girl präsentieren wird.
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