Rekord für den Rekordjäger

Von: rau
Letzte Aktualisierung:
dressur-fotto18
Perfekter Grandseigneur: Edward Gal feierte auf Totilas den souveränen Sieg im Grand Prix Special. Foto: Thomas Rubel

Aachen. 86,458 Prozent leuchteten auf der Anzeigetafel auf. „Das ist für mich Rekord, so viele Punkte hatte ich im Grand Prix Spécial noch nie”, freute sich Edward Gal sehr, obwohl er mit Totilas immer wieder neue Rekorde gewöhnt ist. Das niederländische Duo distanzierte wie erwartet die Konkurrenz klar und gewann vor Landsfrau Adelinde Cornelissen auf Parzival (83,542) und der Britin Laura Bechtolsheimer auf Mistral Hojris (79,375). Beste Deutsche war Isabell Werth (Rheinberg/76,417) auf Satchmo.

Klar gewann das niederländische Team, zu dem noch Imke Schellekens-Bartels mit Sunrise (Platz 7/73,500) gehörte, den Nationenpreis mit 478,640 Punkten vor Deutschland (442,998) und Großbritannien (423,138).

Der Beifall für den Niederländer und seinen Rapphengst kannte keine Grenzen. „Das baut Spannung bei Totilas auf, aber langsam kann er damit umgehen. Jedes mal wird er ein kleines bisschen besser”, freute sich Edward Gal, während seiner Konkurrenz das Lachen ein wenig verrutschte. Aber der smarte Dressurreiter hatte Trost parat: „Ich muss ja auch erst mal reiten, und ich, aber auch Totilas, kann immer Fehler machen. Ich bleibe immer ein Reiter und Totilas immer ein Pferd.”

Die erste Kampfansage kam gleich von seiner Landsfrau, die ihn schon bei der EM 2009 im Spécial geschlagen hatte. „Und wir werden immer versuchen, ebenfalls noch besser zu werden”, drohte Adelinde Cornelissen lachend. Gut aufgelegt war auch Laura Bechtolsheimer. „Aachen ist ein spezielles Stadion, in dem man immer Überraschungen erleben kann. Daher bin ich froh, dass alles bis auf ein paar Reitfehler so gut lief.”

Ein wenig gemischt waren die Gefühle im deutschen Team. „Satchmo hat sich im Laufe der Saison sehr gesteigert, so dass ich heute zufrieden bin”, sagte Isabell Werth. Derweil machte sich Matthias-Alexander Rath (Platz 9/72,583) Gedanken über seine Schlusspiaffe. „Die funktioniert einfach zu selten”, bedauerte der Kronberger diesen nicht so tollen Schlusspunkt unter eine ansonsten gelungene Darbietung. Rang 6 (74,333) bei seinem ersten Team-Start in Aachen, „das ist ein tolles Ergebnis. Aber es ist wirklich etwas anderes, ob man hier in Aachen in der Mannschaftswertung reitet. Das hat mich unheimlich motiviert”, gab der 33-Jährige zu.

Noch vor Rath belegte Anabel Balkenhol, die aufgrund der Nationenpreisregelung mit drei Reitern pro Team einzeln startete, Rang 7 (73,000) mit Dablino.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert