Aachen - Turkish Airlines-Preis: „Pferde brauchen viel Kondition“

Turkish Airlines-Preis: „Pferde brauchen viel Kondition“

Von: ust
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Der „Herr des Parcours“: Frank Rothenberger. Foto: imago/J. Toffi

Aachen. 54 Starter wird das Publikum in der Soers bestaunen können, wenn es am Mittwoch (ab 14.15 Uhr) um den Turkish Airlines-Preis von Europa geht. „Das ist einer der Klassiker hier beim CHIO, neben dem Großen Preis sicher mit das bedeutendste Springen“, erklärt Parcourschef Frank Rothenberger.

Er und sein Team haben sich eine „runde Sache“ überlegt, in großen Schleifen geht es quer über den grünen Rasen. „Wenn wir zehntausende Besucher im Stadion haben, müssen wir ja alle Seiten bedienen. Verläuft der Parcours an einer Seite überhaupt nicht, dann bekomme ich schon mal die ein oder andere Email“, sagt Rothenberger mit einem Schmunzeln.

13 Hindernisse mit insgesamt 16 Sprüngen erwarten die Reiter, darunter die wuchtige dreifache Kombination, der Wassergraben und das Doppelwasser. Bis zu 1,60 Meter sind die Sprünge hoch. Ziel des Parcoursbauer-Teams ist es, eine „gleichmäßige Fehlerverteilung“ zu erreichen. Wenn das Publikum Sprung für Sprung mitfiebert, haben Rothenberger & Co. einen guten Job gemacht.

Die viel zitierten „Klippen“ sind nicht das, was angestrebt wird. Natürlich schränkt der Chef des großen Grüns ein, dass die Dreifache ziemlich zum Schluss sicher mehr Abwürfe produzieren wird als der allererste Sprung. „Die Pferde brauchen für dieses Springen viel Kondition.“ Das Wasser, eigentlich als Hindernis recht einfach, bietet für die Reiter die Herausforderung, dass viel Tempo nötig ist. Doch viel Tempo mindert die Kontrolle übers Pferd. Diese Gratwanderung zu meistern, zeichnet den guten Reiter aus.

Das Hindernismaterial ist über die Zeit immer leichter geworden, doch Rothenberger mischt gerne zwischen leicht und massiv. Letzterem gegenüber reagieren die Pferde erkennbar vorsichtiger. Modern geworden sind in den vergangenen Jahren auch Themenhindernisse wie der Öcher Klenkes, den es zu bestaunen geben wird.

Doch letztlich ist das nur schmuckes Beiwerk fürs Auge des Publikums; Ross und Reiter beeinflusst es kaum. „Wir wollen hier schönen Sport und gute Leistung sehen, das und nicht mehr ist unser Ziel“, sagt der Parcourschef.

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