Aachen - Spannende Aufholjagd der Gespannfahrer belohnt

Spannende Aufholjagd der Gespannfahrer belohnt

Von: wp
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Auf einem guten Weg: Christoph Sandmann verbesserte sich mit seinen Teamkollegen Georg von Stein und Europameister Michael Brauchle in der Mannschaftswertung nach dem Marathon und vor dem abschließenden Kegelfahren vom fünften auf den dritten Platz. Foto: Michael von Fisenne
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Er ist das Maß aller Dinge: Weltmeister Boyd Exell gewann nach der Dressur auch den Marathon der Vierspänner. Foto: Michael von Fisenne

Aachen. Der eine, Weltmeister Boyd Exell, fährt mit seinem Gespann die Konkurrenz in Grund und Boden, der andere, Europameister Michael Brauchle aus Lauchheim-Hülen, hinkt zwar etwas hinterher, durfte aber nach dem XXXL Pallen Marathon der Vierspänner am Samstag dennoch ganz zufrieden sein.

Boyd Exell entschied die Geländeprüfung souverän vor den Niederländern Koos de Ronde und Ijsbrand Chardon für sich. Es war der vierte Erfolg von Exell im vierten Wettbewerb dieses CHIO. Der Sieg in der Gesamtwertung ist ihm nach dieser grandiosen Fahrt und vor dem heutigen Kegelfahren kaum noch zu nehmen. In der Mannschaftswertung führen die Niederländer so gut wie uneinholbar vor den Ungarn. Die wiederum verbuchen vor dem letzten Wettbewerb an diesem Sonntag einen ganz knappen Vorsprung vor der deutschen Mannschaft, die sich nach einer spannenden Aufholjagd am Samstag vom fünften auf den dritten Platz verbesserte.

Europameister Michael Brauchle (Lauchheim-Hülen) belegte im Marathon zwar „nur“ Platz acht und haderte etwas mit sich: „Ich lag zwar lange in Führung, mir war aber klar, dass es am Ende nicht reichen würde, weil in umgekehrter Reihenfolge der Wertung nach der Dressur gestartet wurde.“

So war er lange vor den führenden Gespannen unterwegs und stellte nach seiner Fahrt fest: „Meine Pferde waren nicht immer einer Meinung mit mir, aber es hat insgesamt gepasst.“ So fielen in Hindernis 8 zwei Kegel. „Ohne diese beiden Fehler wäre Michael ganz vorne dabei gewesen“, sagte Bundestrainer Karl-Heinz Geiger.

Gepasst hatte es letztlich dennoch für das deutsche Team, weil Brauchles Mannschaftskollegen Georg von Stein (Modautal) und Christoph Sandmann (Lähden) auf den Rängen vier und sieben die Jagd durch die acht Hindernisse mit Platzierungen vor dem Europameister beendeten. Das hätte auf die Nationenwertung jene erwähnte Auswirkungen, die einen Platz auf dem Treppchen bedeuten würde.

So strahlte denn auch der Bundestrainer, der nach dem bitteren Dressurergebnis vom Donnerstag noch zerknirscht war: „Heute haben alle eine Topleistung gezeigt. Der Teamgeist ist riesig. An der Dressur muss sicher noch mehr gearbeitet werden. Aber im Gelände waren alle auf dem Punkt da, haben sich die Hindernisse vorher gemeinsam angesehen, sich Tipps gegeben. Die Mannschaft funktioniert, ist zusammengewachsen.“

Und weil Karl-Heinz Geiger sich nicht mit dem Bronzeplatz seiner Mannschaft zufrieden geben will, sagte er auch: „Wir haben den Rückstand stark minimiert, können die niederländische Mannschaft zwar nicht mehr einholen, ich hoffe aber, dass wir am Sonntag noch einen Platz gutmachen werden.“ Das wäre – wie schon so oft – Silber hinter Chardon & Co.

Lokalmatador René Poensgen (Eschweiler/Platz 20) war beeindruckt nach seiner Marathon-Premiere: „Das war etwas ganz anderes als sonst. So nah am Publikum haben meine Pferde viel geguckt und sind nicht ganz so gut gegangen wie erhofft. Aber diese Fahrt war ein Erlebnis, an dessen Ende meine Pferde geschafft waren wie lange nicht mehr.“

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