Parcourschef tippt auf Sandmann

Von: wp
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Nach dem enttäuschenden Abschneiden der deutschen Gespannfahrer in der Dressur beim Sieg des Australiers Boyd Exell vor Chester Weber (USA) und Ijsbrand Chardon (Niederlande) ruhen die Hoffnungen der Mannschaft nun auf dem XXXL Pallen Marathon in der Aachener Soers.

Dort können die Teamfahrer Michael Brauchle (Lauchheim-Hülen), Georg von Stein (Modautal) und Christoph Sandmann (Lähden) Boden gutmachen, den sie im ersten Wettbewerb der Kombinationswertung verloren haben. Die Mannschaft von Bundestrainer Karl-Heinz Geiger liegt mit 108,72 Punkten fast aussichtslos abgeschlagen auf dem fünften Platz.

Die Niederlande (Ijsbrand Chardon, Koos de Ronde, Theo Timmerman) führen mit 81,46 Zählern vor den USA (Allison Stroud, Chester Weber/95,27) und Ungarn (József Dobrowitz, József Jr. Dobrowitz, Zoltán Lázár/100,58), Belgien (102,05) rangiert auf Platz 4.

Gelingt eine Überraschung?

Mit einem Fünkchen Hoffnung in der Stimme sagt Geiger vor dem Marathon: „Der Rückstand ist zwar groß, aber abgerechnet wird am Sonntag nach dem Kegelfahren.“ Der mehrfache Marathon-Sieger und amtierende Europameister Brauchle gibt sich vor dem Rennen durch die acht Hindernisse vorsichtig optimistisch: „Vielleicht gelingt uns ja noch eine Überraschung.“

Wolfgang Asendorf, der Parcourschef, hat mit seinen Assistenten Ulrich Schaffrath und Robert Kühn wieder einen höchst anspruchsvollen Kurs in der Soers kreiert. Lediglich die fest installierten Hindernisse 2, das ist die große Holzbrücke über den See, und 4, das weiße Zaunhindernis auf dem Turniergelände, sind unverändert.

„Die sechs anderen Hindernisse sind neu gestaltet und aufgebaut“, erklärt Asendorf. Das macht die flexible Bauweise der einzelnen Elemente möglich.

Der Bundestrainer und seine Fahrer und die komplette Konkurrenz haben den Kurs natürlich in Augenschein genommen. Geiger: „Im Vergleich zur EM im vorigen Jahr ist er etwas leichter gebaut, habe ich den Eindruck.“ Designer Asendorf bestätigt dies und begründet es mit dem Wettbewerb: „Ein Championat wie die EM sollte schwerer sein, aber es ist auch beim CHIO immer eine große Herausforderung für die Fahrer und ihre Pferde, hier den besten Weg durch die Hindernisse zu finden.“

Brauchle peilt Platz 2 an

Oft sind es die technischen Anforderungen, dann ist es die Geschwindigkeit und/oder die Wegfindung, die die Gespanne vor Probleme stellen. Europameister Brauchle sieht im Marathon Boyd Exell als den großen Favoriten. „Vielleicht ist Platz zwei für mich drin.“ Exell ist für Brauchle auch der erste Kandidat für den Sieg in der kombinierten Wertung aus Dressur, Marathon und Kegelfahren. Diese Meinung teilt er mit Wolfgang Asendorf. Der Parcourschef setzt im Marathon allerdings jemand anderen an Position 1: „Christoph Sandmann kann es schaffen.“

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