Aachen - Laura Kraut findet im Risiko den Erfolgsweg

Laura Kraut findet im Risiko den Erfolgsweg

Von: Roman Sobierajski
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Auf dem Weg zum Erfolg: Laura Kraut mit Confu. Foto: Wolfgang Birkenstock

Aachen. Für seinen eigenen „Fall“ hatte Hans-Dieter Dreher vor dem Stawag-Preis seherische Fähigkeiten bewiesen: „Die großen Klippen sehe ich in der furchteinflößenden Rolex-Kombination und natürlich in der Dreifachen“, hatte der 44-Jährige prophezeit. Und tatsächlich fing sich Dreher seinen Abwurf, der ihn zusammen mit einem Zeitfehler auf den 31. Platz zurückwarf, an der Zweifachen – dem Rolex-Hindernis.

Die meisten der anderen 43 Starter mussten jedoch einem eher unscheinbaren, aber schmalen Hindernis Tribut zollen, das, vereint mit den Siegerkriterien „mutig, schnell und wendig“, die US-Amerikanerin Laura Kraut aufs Siegerpodest hob, die fehlerfrei in 63,22 Sekunden die klar beste Zeit hinlegte.

Die möglichst enge Wende zwischen den Hindernissen 8 – das schmale, unscheinbare – und 9 hatte sich der Parcoursbauer als eigentliche Mutprobe für das Starterfeld einfallen lassen, doch bereits am Hindernis 8 fiel die Stange fast ununterbrochen, die Hilfskräfte hatten Schwerstarbeit zu verrichten. Der Weg dorthin führte auf langer Galoppstrecke bergab, die Starter hatten alle Mühe, ihre Pferde rechtzeitig zu versammeln, das Ergebnis war ein Fehlerfestival.

Der Belgier Gregory Wathelet meisterte auf Chanel als erster Starter den anspruchsvollen, mit 30 000 Euro dotierten Wettbewerb – ein Kunststück, das nur noch zwölf weitere Starter fertigbrachten. Der deutsche Christian Ahlmann auf Cornado und der Belgier Jos Verlooy (Farfelu de la Pomme) schafften das Kunststück, in 67,38 Sekunden exakt zeitgleich ins Ziel zu kommen.

Doch diese Vorgabe reichte nicht aus, um die beiden Iren Cian O‘Connor (Callisto/65,07) und Jonathan Gordon (Fellini/64,37) hinter sich zu lassen. Auch Janne Frederike Meyer (Chuck/66,18) und Felix Haßmann auf Cayenne – in exakt 66,00 Sekunden bestplatzierter Deutscher auf Rang vier – schoben sich noch an Ahlmann vorbei. Aber dann machte sich Laura Kraut mit Confu zu ihrem beherzten Ritt auf und unterbot die vorgelegten Zeiten noch einmal. Mut und Wendigkeit des Leichtgewichts schlugen reine Sprunggewalt.

Auf Rang 11 kam als letzte der vier fehlerfreien Deutschen die junge Laura Klaphake über die Ziellinie. Meredith Michaels-Beerbaum hatte ebenso auf den Start verzichtet wie Marcus Ehning, und selbst Ludger Beerbaum kam auf dem allerdings bereits 16-jährigen Hengst Chaman mit einem Abwurf und einer Zeit kurz vor dem Limit nur auf den 28. Rang im selektiven Parcours.

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