Klimke darf am Samstag als Letzte auf die Geländestrecke

Von: Ute Steinbusch und Helga Raue
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Klimke
In Führung: Vielseitigkeitsreiterin Ingrid Klimke und ihr Pferd Hale Bob führen nach Dressur und Springen. Foto: Michael von Fisenne

Aachen. So einfach kann das sein: Da musste Sandra Auffarth (Ganderkesee) zu Beginn der Saison pausieren, weil ihr Pferd Opgun Louvo an einem Griffelbeinbruch laborierte. Die Europameisterschaft im August konnte die Weltmeisterin damit abschreiben – die notwendige Zahl von Turnierstarts war nicht mehr realisierbar.

In Aachen hatte die 30-Jährige in der ersten Teilprüfung der Vielseitigkeitswettbewerbe, der Dressur, gleich die Führung übernommen.

„Dabei hatte Hale Bob mich schon mit einer tollen Leistung überrascht“, berichtete Bundestrainer Hans Melzer, denn mit 34,50 Minuspunkten hatte Ingrid Klimke (Münster) auf Hale Bob Rang zwei hinter Auffarth belegt. Und nach dem Springen sogar die Führung übernommen. Denn anders als Auffahrt, die einen Abwurf kassierte und nun insgesamt 35,80 Minuspunkte auf dem Konto hat, blieb Klimke fehlerfrei.

Die ersten beiden Teilprüfungen der Vielseitigkeit beim CHIO, die Dressur am Morgen und das Springen am Abend, stellen die Vielseitigkeitsreiter und ihre Pferde vor eine besondere Herausforderung. Rein wegen der Atmosphäre und der besonderen Infrastruktur der Stadien. Die Buschreiter sind es nicht gewohnt, in einem solch massiven Dressurstadion mit dieser geballten Akustik zu reiten. Ganz zu schweigen vom Springplatz, auf dem die Pferde allein durch die langen Wege hier und da zu einem flotteren Galopp ermutigt werden, der an den Sprüngen leicht zu Fehlern führen kann. „Die Geländestrecke ist dagegen eine absolut typische Vielseitigkeitsstrecke. Die anderen Disziplinen sind sehr Aachen-spezifisch“, erklärt Bundestrainer Hans Melzer.

Er ist gelassen, alle seine Schützlinge machten ihre Sache in der Dressur wie immer richtig gut. Keiner blieb hinter den Erwartungen zurück, alle lieferten ab, „was bisher geht“. Positiv hob der Coach den tollen Ritt Klimkes in der Dressur hervor, die mit 34,50 Minuspunkten für eine frühe Führung sorgte. Übertroffen wurde sie nur noch von Auffarth auf ihrem Top-Pferd Opgun Louvo, die nur 31,80 Minusspunkte kassierte. Olympiasieger Michael Jung (Horb) komplettierte das deutsche Trio auf dem Dressur-Podest mit Sam und 34,70 Minuspunkten. Josefa Sommer (Immenhausen; 45,30) lieferte das Streichergebnis bei der zwischenzeitlichen Führung im Nationenpreis ab. Doch Sommer zeigte im Springen ihre Qualität, blieb ebenso wie Jung fehlerfrei und verbesserte sich von Rang 19 auf den 14. Platz.

Der Bundestrainer darf hoffen, heute Revanche für die Niederlage im Nationenpreis 2016 in Aachen zu nehmen. Damals war sein Team um knapp 20 Minuspunkte Australien unterlegen. Diesmal führen seine Reiter (105,00) vor der heutigen Geländeprüfung deutlich vor Australien (122,70) und Schweden (135,80). Und in der Einzelwertung rangiert Klimke vor Jung und Auffarth.

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