Aachen - Olympia ist das Ziel von Lars Nieberg

Olympia ist das Ziel von Lars Nieberg

Von: rau
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Möchte mit dem selbstgezogene
Möchte mit dem selbstgezogenen Galippo noch einmal bei Olympia starten: Lars Nieberg Foto: Karl-Heinz Frieler

Aachen. „Ich möchte 2012 noch einmal zu den Olympischen Spielen.” Lars Nieberg hat sein Ziel klar abgesteckt. Mit Galippo will er den Sprung ins Team schaffen. 1996 mit For Pleasure und 2000 mit Esprit gewann der heute 47-Jährige olympisches Mannschafts-Gold, wurde 1997 und 1998 Team-Europa- und -Weltmeister. Nun hat er mit dem zehnjährigen Galippo einen Hoffnungsträger unter dem Sattel.

Mit dem eigenen Pferd

„Galippo ist zwar schon zehn Jahre alt, hat aber kaum Erfahrung. Da er mein Eigentum ist, musste er immer hinter den Kundenpferden anstehen”, erläutert Nieberg. Doch Anfang Juni wurde sein Top-Pferd Lord Luis verkauft, und Galippo musste früher als erwartet in die Bresche springen. Zu dem Fuchswallach hat Nieberg eine besondere Beziehung: „Ich habe ihn ja quasi mit zur Welt gebracht, habe ihn aufwachsen sehen.”

Galippo ist ein Sohn des Hengstes Giorgio, seine Mutter stammt von For Pleasure ab. Beide Pferde feierten unter Nieberg große Erfolge im Parcours. Mehr noch: Schon mit der Großmutter Lorina, die Nieberg selbst bis Klasse S vorstellte, und Urgroßmutter Pistazie züchtete der Springreiter. „Ich komme aus der Landwirtschaft, wir hatten eine Reitpony-Zucht. Von meinen Eltern bekam ich ein Warmblut-Fohlen geschenkt.”

Doch Pistazie verletzte sich auf der Weide, und so begann Nieberg in jungen Jahren mit der Zucht. „Aus dem Stamm sind überraschend viele Pferde herausgekommen, die international gehen”, berichtet er mit Züchterstolz.

Nieberg besitzt weitere Nachkommen, darunter eine siebenjährige Stute und einen vierjährigen gekörten Hengst, von denen er sich viel verspricht. „Zu For Pleasure hatte ich eine besondere Verbindung, daher habe ich mit ihm gedeckt. Und Giorgio hat sich als Top-Springpferdevererber erwiesen, nur wurde er von den Züchtern kaum frequentiert”, bedauert Nieberg.

Seit 1994 arbeitete er als Gestütsleiter auf Wäldershausen bei Homberg/Ohm, ritt zudem international. Doch im Herbst 2009 entschied seine Mäzenin Katarina Geller, das Gestüt zu verkaufen. Für Nieberg eine schwierige Zeit. Die Neuorientierung hin zur Selbstständigkeit war ein gewaltiger Schritt.

„Es läuft besser, als ich gedacht habe. Aber es war schon eine große Umstellung für mich. Man muss sich um vieles mehr Sorgen machen”, seufzt Nieberg. Neun Angestellte wollen bezahlt, 70 bis 80 Pferde versorgt werden. „Und viel zu viele davon fressen mein Geld”, sagt Nieberg und lacht. „Aber die guten Jungen will ich ja auch nicht verkaufen, dann habe ich ja nichts zu reiten.”

Galippo ist unverkäuflich. „Er hat alles, was man als gutes Springpferd braucht. Ganz viel Qualität und einen guten Willen. Vielleicht könnte er manchmal etwas rittiger sein, aber unter dem Strich ist er ein Ausnahmepferd”, beschreibt er den Fuchs. „Aachen kommt aber eventuell etwas zu früh. Andererseits ist es gut, wenn er so einen gewaltigen Platz mal sieht.”

So sind die Ziele für den CHIO vorsichtig abgesteckt: „Über jede gute Platzierung würde ich mich sehr freuen. Ansonsten buche ich es unter Erfahrung ab.”

Erste Equipeberufung für Ahlmann

Bundestrainer Otto Becker berief die Team-Weltmeister Janne-Friederike Meyer, Marcus Ehning und Carsten-Otto Nagel sowie Ludger Beerbaum und Christian Ahlmann in die Equipe für den CHIO.

Für Ahlmann ist es die erste Teamberufung seit seiner Dopingsperre nach den Olympischen Spielen 2008 in Hongkong. Der Marler war acht Monate gesperrt, wurde zudem von der Deutschen Reiterlichen Vereinigung für zwei Jahre nicht für Equipen nominiert.

Mit Taloubet, der seiner Freundin und Reiterkollegin Judy-Ann Melchior (Belgien) gehört, gewann der 36-Jährige vergangenes Wochenende das Springen der Global Champions Tour in Estoril.

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