Neuer Meister reitet erstmals im CHIO-Team

Von: rom
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Philipp Weishaupt
Der deutsche Springreiter Philipp Weishaupt freut sich über seine Goldmedaille. Foto: dpa

Aachen. „Ich kann nur für den Moment planen. Ich bin Bundestrainer und kein Richter. Wer reiten darf, soll dann der Verband entscheiden.” Otto Becker, Bundestrainer der Springreiter, muss vier Tage vor dem Start des CHIO vor allem eines sein: Meister der Improvisation.

Erste Ergebnisse der Untersuchungen der unabhängigen DOSB-Kommission, die nach den umstrittenen Äußerungen Ludger Beerbaums, dessen Streichung aus der deutschen Equipe und der Auslösung der Kader eingesetzt wurde, sind frühestens Mitte Juli zu erwarten.

So konnte Otto Becker am Montagmittag zwar die deutsche Equipe für den CHIO benennen. Ob die drei ehemaligen A-Kader-Reiter Meredith Michaels-Beerbaum, Marcus Ehning und Carsten-Otto Nagel sowie der frischgebackene Deutsche Meister Philipp Weishaupt dann auch die deutschen Farben bei der Europameisterschaft Ende August in Windsor vertreten dürfen, ist bislang noch offen.

„Philipp Weishaupt ist jung an Jahren, auch sein Pferd ist mit neun Jahren am unteren Rand. Aber er hat nicht nur bei den Deutschen Meisterschaften sehr konstante Leistungen gezeigt”, lobt Becker den 23-Jährigen. „Er wird beim CHIO einen echten Härtetest zu bestehen haben.”

Seit Montag ist das Fragezeichen hinter dem (Einzel-)Start von Marco Kutscher in Aachen verschwunden, der 34-Jährige hat seine Schulterverletzung auskuriert.

Ein kleines, dafür erfreuliches Fragezeichen steht aber trotz der Nominierung durch den Bundestrainer noch hinter dem Einsatz von Marcus Ehning im Nationenpreis: Nadia Zülow, Freundin von Ehning, ist hochschwanger und soll in der Woche nach dem CHIO entbinden. „Aber wenn das Baby an dem Donnerstag zur Welt kommen sollte, dann hat Marcus im Kreißsaal zu stehen”, findet Otto Becker. Bis kommenden Montag soll Klarheit bestehen.
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