Aachen - Meier mag Marathon-Medaille

Meier mag Marathon-Medaille

Von: wp
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Bundestrainer Ewald Meier. Foto: Michael von Fisenne

Aachen. CHIO 2000: Von Dienstag bis Sonntag „kübelte” es nur so vom Himmel. CHIO 2009: Die Hitze macht Mensch und Tier gleichermaßen zu schaffen. Auch den Vierspänner-Vierbeinern”. Vor dem spektakulärsten Wettbewerb, dem Wohnwelt Pallen Marathon am Samstag in der Soers, sprachen wir mit Ewald Meier, dem Bundestrainer der Gespannfahrer.

Die Hitze macht auch den Pferden zu schaffen...

Meier: Deshalb ist die Vorbereitung auf eine Prüfung auch anders kalkuliert, dauert statt normalerweise 60 nur 30 Minuten.

Wie gewöhnt man ein Pferd an solch extreme Belastungen?

Meier: Es ist wichtig, die Pferde zu Hause im Training auch auf große Hitze vorzubereiten, statt nur früh morgens oder am Abend mit ihnen zu arbeiten. Das geschieht, insofern macht die Hitze den Tieren dann nicht so viel aus.

Das umgekehrte Extrem, Kälte und Regen, ist leichter zu händeln

Meier: Genau, bei niedrigeren Temperaturen sind die Pferde frischer.

Wie frisch ist Ihre Equipe denn?

Meier: Leitwolf Christoph Sandmann ist der erfahrenste. Er hat seit 14 Tagen zwei neue Pferde im Gespann. Das ist zum jetzigen Zeitpunkt wichtig, vor allem im Hinblick auf die Weltmeisterschaft 2010 in Kentucky. Michael Brauchle hat 2008 und in diesem Jahr schon sehr gute Leistungen gebracht mit seinen erst 19 Jahren und war 2008 hier in Aachen ja Überraschungssieger im Marathon. Christian Plücker hat bisher auch überzeugen können. Wir probieren es mit ihm einmal hier in Aachen, weil die „Luft” doch sehr einer Weltmeisterschaft ähnelt und wir in den USA mit drei Gespannen die Mannschaft bilden.

Wie ist Ihr Eindruck nach zwei Wettbewerben?

Meier: Die Leistungen sind okay. Mit Dirk Gerkens haben wir ja auch einen Aachen-Debütanten dabei, der bei den Pony-Vierspännern alles gewonnen hat, was es zu gewinnen gibt, und vor drei Jahren auf Großpferde umgestiegen ist. Mal schauen, was er hier noch macht. In Herford war er schon Zweiter hinter Sandmann.

Beim Marathon setzen Sie sicher wieder auf Brauchle?

Meier: Er ist en Draufgänger im Gelände, geht hohes Risiko. Er hat dazugelernt, lässt sich lenken. Eine Medaille ist drin, auch für Sandmann. Wir können mit zwei oder drei Gespannen unter die besten Zehn kommen. In der Einzel-Gesamtwertung wird an Boyd Exell wohl kaum heranzukommen sein.
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