Tüfteln an der digitalen Zukunft: Springreiten durch App erklären?

Von: pa
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Zukunftsforscher: Michael Mronz und sein Team entwickeln digitale Perspektiven. Foto: imago/Laage

Aachen. Dieser CHIO ist wieder ein digitales Labor. Geforscht wird im Verborgenen. Bislang haben nur wenige Menschen Zugang, ein Prototyp ist im Umlauf, der allerdings im nächsten Jahr schon „Marktreife“ haben und in die CHIO-App integriert werden soll. Beim Turnier tüfteln sie gerne an der digitalen Zukunft.

„Was sind die Lösungen, wie sprechen wir unsere Zielgruppen punktgenau an?“, ist die Fragestellung, die Turniervermarkter Michael Mronz bewegt.

Vor dem Preis der Nationen wurden Reiter über die eigenen Facebook-Kanäle stundenlang begleitet. Was geschieht im Stall, wie laufen Besprechungen ab, wie machen die Tierpfleger mit? Was im Fernsehen nicht unterkommt, kann mit wenig Aufwand auf anderen Kanälen verbreitet werden. Schöne neue Welt.

Vor ein paar Jahren haben die Turniermacher die Judging-App mit ihrem Technologiepartner SAP vorgestellt. Zuschauer bekamen in der Dressur die Möglichkeit zur eigenen Wertung. Die Begeisterung bei den hauptamtlichen Richtern war überschaubar, aber das „Ranking der Herzen“ hat sich längst auch bei anderen Turnieren etabliert und wird diesmal auch am Bildschirm möglich sein.

Zuletzt wurde das Distanzreiten via App erklärt, und nun betreten die Technologietüftler die Springwiese. „Die Welt ändert sich durch digitale Daten, wir möchten sie einfacher und interessanter gestalten“, sagt Björn Ganzhorn, Head of Global Sponsorships von SAP in Aachen. Eine komplexe Sportart soll via Smartphone oder Laptop besser erklärt werden. Der Nutzer stellt Fragen, die Technik beantwortet sie und bietet Grafiken an. Wie viele Galoppsprünge hat der Reiter gebraucht, in welcher Spitzengeschwindigkeit war er unterwegs, wie unterscheiden sich die Linien der Reiter, wie ist der Puls bei Pferd und Athlet, an welchem Hindernis werden die meisten Fehler gemacht, wie schneiden Hengste im Vergleich zu Stuten ab? An Fragen mangelt es nicht, die Antworten sollen Trainer, Reiter und das Massenpublikum ab dem CHIO 2018 erhalten.

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