Preis von Nordrhein-Westfalen: Das Tempo ist das schwerste Hindernis

Preis von Nordrhein-Westfalen: Das Tempo ist das schwerste Hindernis

Von: cro
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Letzte Sieger im Preis von Nordrhein-Westfalen: Katrin Eckermann und Carlson triumphierten 2014. Foto: imago/Eibner

„Irgendwie müssen wir sie doch mal kriegen“, sagt Frank Rothenberger. „Wir“, das sind die Parcours-Bauer des CHIO, bei denen Rothenberger das Sagen hat. „Sie“ das sind – na klar – die Reiter, am Samstag beim Preis von Nordrhein-Westfalen, der um 11.25 Uhr mit dem ersten Umlauf startet.

„Kriegen“, also zu Fehlern zwingen, wollen die Parcours-Experten Pferde und Sportler im letzten Drittel der Strecke. „Die schwierigste Passage werden die Sprünge 8, 9 und 10 sein“, sagt Rothenberger, „es ist eine S-Kombination mit einem Wassergraben in der Mitte und einer Zweifach-Kombination. Bei Sprung 10 wartet ein Kreuzochser.“

13 Hindernisse müssen die Pferde im ersten Umlauf überspringen, neben der von Rothenberger angesprochenen Passage ist die Dreifach-Kombination bei Hindernis 5 eine der anspruchsvollsten.

54 Reiter

„Der Preis von Nordrhein-Westfalen ist seit Jahren ein Klassiker“, sagt Rothenberger, „und dementsprechend anspruchsvoll ist der Parcours.“ Das Richtmaß beträgt 1,55 Meter, im Springreiten generell liegt die höchste Hürde auf 1,60 Meter.

54 Reiter gehen an den Start, die besten 25 nach Fehlern und Zeit erreichen den zweiten Durchgang. „Da geht es um die Zeit“, sagt Rothenberger, „das Tempo ist dann das schwierigste Hindernis.“ Zwischen 50 und 55 Sekunden werden die Reiter brauchen. „Im zweiten Umlauf sind es nur noch zehn Hindernisse, und es wird keine Dreier-Kombinationen mehr geben, nur zwei zweifache bei den Hindernissen 6 und 9“, erklärt Rothenberger.

Von Sprung 2 nach 3 müssen die Reiter scharf nach links, von Sprung 7 nach 8 scharf nach rechts abbiegen – bei dem Tempo die schwierigsten Passagen. Es gewinnt der Reiter mit den wenigsten Fehlern und der schnellsten Zeit im zweiten Umlauf. Er oder sie beerbt Katrin Eckermann, die beim CHIO 2014 auf Carlson triumphiert hat.

„Die zehn besten Reiter nach Punkten qualifizieren sich für den Rolex Grand Prix am Sonntag“, sagt Rothenberger, der seit 35 Jahren Herr der Hindernisse ist und zum 16. Mal in Aachen die Reiter zu Abwürfen zwingen will. Eine persönliche Handschrift würden seine Kurse nach all den Jahren nicht tragen, sagt er selbst, kriegen will er die Reiter aber immer. Irgendwie.

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