Paul Schockemöhle fordert Änderungen in der Vielseitigkeit

Paul Schockemöhle fordert Änderungen in der Vielseitigkeit

Von: gk
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Sein Tod in Luhmühlen hat eine neuerliche Diskussion über die Vielseitigkeit entfacht: Benjamin Winter. Foto: sport/Eibner

Der Tod des Perspektivkaderreiters Benjamin Winter beim Vier-Sterne-Event in Luhmühlen hat eine neuerliche Diskussion ausgelöst. Im Mittelpunkt steht dabei das Für und Wider fester Hindernisse in der Geländeprüfung. Deswegen hat Paul Schockemöhle der Internationalen Reiterlichen Vereinigung (FEI) einen Brief geschrieben.

Die Galionsfigur des deutschen Reitsports will damit den Anstoß geben, das Turnierformat „Vielseitigkeit“ zu modifizieren. „Sechs bis sieben Tote im Jahr weltweit sind nicht mehr hinzunehmen“, sagt der 69-Jährige.

Schockemöhle ist ein Gegner starrer Hindernisse. In ihnen sieht er die häufigste Ursache für tödliche Unfälle auf der Geländestrecke. „Die Pferde überschlagen sich, weil die Hindernisse nicht fallen. Selbst war der Mühlener sechs Jahre lang Mitveranstalter einer Vielseitigkeit im englischen Hickstead. Dort hat er Ende der 90er Jahre flexible Hindernisse eingeführt. Seitdem hat es keinen schlimmen Unfall mehr gegeben.

„Wir müssen das generell ändern“, sagt der frühere Springreiter. „Viele glauben, feste Hindernisse wären Tradition. Aber die Formel 1 hat auch alle Sicherheitsmaßnahmen ergriffen. Unfälle kann es immer geben, aber diese müssen nicht sein.“ Eine Antwort von der FEI hat Schockemöhle noch nicht erhalten.

Einer, der ganz entschieden einen anderen Standpunkt vertritt, ist Hans Melzer. Der deutsche Bundestrainer hofft, dass das aktuelle Turnierformat Bestand hat. „Wenn alles abwerfbar wäre wie im Springreiten, wäre es nicht mehr unser Sport“, sagt der 63-Jährige. Melzer verweist darauf, dass einiges in den vergangenen Jahren verbessert worden sei. Wegestrecke und Rennbahn sind weggefallen. Zudem werden auch feste Hindernisse mit sogenannten Pins ausgestattet, die nachgeben, wenn der Druck, der auf ihnen lastet, zu groß wird.

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