Mareike Harm: Eine ganze Menge mehr Druck

Von: Wilhelm Peters
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Energisch an den Leinen: Mareike Harm mit ihrem Vierspänner, hier 2013 beim CHIO Aachen. Foto: Julia Rau

In seinem Heimspiel war Christoph Sandmann nicht zu schlagen: Er gewann die kombinierte Wertung (Dressur, Gelände, Hindernis) des internationalen Fahrturniers mit WM-Sichtung auf seiner Heimanlage in Lähden, die letzte schwere Prüfung der Vierspänner vor dem CHIO.

Sandmann wurde anschließend von Bundestrainer Karl-Heinz Geiger ebenso in die Mannschaft für Aachen berufen wie Georg von Stein. Dritte im Team ist etwas überraschend Mareike Harm (Negernbötel), die im Vorjahr als Einzelstarterin ihre Aachen-Premiere feierte und nun erst zum zweiten Mal in ihrer Karriere für die Mannschaft unterwegs ist.

Premiere als Teamfahrerin feierte sie 2013 bei der Europameisterschaft im ungarischen Izsak, wo die 28-Jährige mit Georg von Stein und Michael Brauchle die Silbermedaille gewann. Brauchle und Rainer Duen nominierte der Bundestrainer als Einzelfahrer für Aachen.

„Nach dem Kegelfahren in Lähden hat der Bundestrainer mir gesagt, dass ich in Aachen in der Mannschaft fahre. Das ist fantastisch“, freut sich Mareike Harm auf ihre erste Nominierung für die Aachen-Equipe. „Aber“, gesteht sie, „das bedeutet für mich auch eine ganze Menge mehr Druck, den ich voriges Jahr als Einzelstarterin so nicht hatte.“ Damals war sie kurzfristig berufen worden, „und es erfüllte sich ein Traum für mich. In diesem Jahr in der Mannschaft dabei zu sein, ist der nächste Traum.“

Der Bundestrainer nennt gute Gründe, warum er Harm berief: „Mareike ist in der Dressur immer vorne dabei. Das gilt auch für das Hindernisfahren. Ich hoffe, wir kommen mit ihren guten Leistungen in Aachen noch ein Stückchen weiter nach vorne.“ Dass Geiger ihr den Vorzug vor Michael Brauchle gab, begründet er mit dem Hinweis darauf, „dass Michael Brauchle eben in den beiden Disziplinen zurzeit nicht so überzeugend unterwegs ist wie sie“.

Die Prognose, dass mit dem diesjährigen Aachen-Team die Holländer in der Mannschaftswertung zu schlagen sind, lässt sich Geiger dennoch nicht entlocken. „Die Niederlande bleiben die Übermacht. Ungarn sehe ich auch sehr stark, und Belgien hat auch schon einiges gewonnen“, zählt Geiger jene Nationen auf, die er in Aachen neben seiner Equipe auf den vorderen Rängen sieht. „Schweden“, sagt er, „könnte auch eine Rolle spielen.“

Große Herausforderung

Welche Rolle Mareike Harm in der Soers als Mannschaftsfahrerin spielen kann, bleibt abzuwarten, „weil Aachen doch eine andere Hausnummer ist“, wie Geiger es formuliert. „Es wird sehr schwer“, ist auch Mareike Harm sicher, die erst 2010 vom Einspänner auf die vergleichsweise „gigantischen“ Vierspänner wechselte. „Vor allem der Marathon verlangt den Pferden konditionell alles ab. Acht technische, schwere Hindernisse – das wird wieder eine große Herausforderung“, sagt sie. Und nimmt die auch gerne an . . .

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