Katrin Eckermann gehört in Aachen zur Equipe

Katrin Eckermann gehört in Aachen zur Equipe

Von: Helga Raue
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Kann ihr Glück kaum fassen: Katrin Eckermann wurde in die Equipe für den CHIO berufen. Foto: Sport/Rau

„Otto Becker hatte schon so ein leichtes Grinsen im Gesicht, aber das hätte ich echt nie gedacht.“ Katrin Eckermann war fast sprachlos, als der Bundestrainer der Springreiter ihr die gute Nachricht überbrachte:

Gemeinsam mit Ludger Beerbaum (Riesenbeck), Daniel Deußer (Wolvertem/Belgien), Markus Ehning (Borken) und – ebenfalls erstmals – Hans-Dieter Dreher (Ameldingen) wurde sie beim CHIO Aachen in die deutsche Equipe berufen. „Das ist das allerschönste Geburtstagsgeschenk überhaupt“, freute sich Eckermann, die am Dienstag vor dem CHIO 24 Jahre alt wurde.

Zwar reist Eckermann aus Münster nach Aachen an, wo sie seit drei Jahren bei dem früheren internationalen Springreiter Hendrik Snoek auf Gut Berl tätig ist. Doch die 24-Jährige ist eine waschechte Rheinländerin. Ihre Eltern betreiben in Kranenburg (bei Kevelar) einen Ausbildungs- und Verkaufsstall, und Vater Otmar war selbst ein erfolgreicher Springreiter.

Er erkannte das Talent seiner Tochter früh, die, angefangen von den Ponys, stets erfolgreich ritt: Ihre ersten Ponys bildete sie zusammen mit dem Herrn Papa aus, holte u. a. 2006 bei der EM Team-Silber sowie 2007 Team-Bronze. Innerhalb einer Saison gelang ihr der Sprung von der Klasse E bis M. Im Lager der Jungen Reiter startete Eckermann dann so richtig durch: Auf Carlson wurde sie 2009 und 2011 Deutsche Meisterin, gewann 2010 bei der EM Team-Gold und Einzel-Silber sowie 2011 Einzel-Bronze. In dem Jahr lehrte die junge Dame auch die etablierte Konkurrenz das Fürchten mit Platz 2 in der Riders-Tour-Wertung.

Und das alles im Sattel des großrahmigen Schimmels Carlson, eines inzwischen 13-jährigen Rheinländers, den ihr Vater gezogen und den Eckermann selbst ausgebildet hat. Carlson, Que Sera, eine achtjährige Stute für die Youngster-Tour, und Firth of Lorne sind ihre Pferde für Aachen. Mit dem zehnjährigen For-Pleasure-Sohn gewann die junge Amazone Ende Mai das Springen der Global-Champions-Tour beim Hamburger Derby.

„Das war ein fantastischer Sieg, und Katrin hat die Chance verdient, einen Platz in der Aachen-Equipe zu bekommen“, sagt Bundestrainer Otto Becker. „Sie ist – wie auch Dreher – ein neues Gesicht in einer CHIO-Equipe. Beide haben in den letzten Jahren mit guten Leistungen überzeugt.“

Für Eckermann ist es die erst fünfte Berufung in eine Senioren-Equipe – „und dann gleich in Aachen“, staunt die 24-Jährige selbst ein wenig. Am Wochenende vor Aachen ist sie noch mit dem Team im schwedischen Falsterbo unterwegs. „Ich konzentriere mich jetzt auf Falsterbo und dann auf Aachen, und dann sehen wir weiter“, will die junge Amazone lieber Taten als Worte sprechen lassen.

Die Berufung ins Aachen-Team spricht für sich: Eckermann gehört zum erweiterten Kreis der Springreiter für die Weltreiterspiele. Neben den Aachener Team-Kollegen dürfen sich sicherlich auch noch Christian Ahlmann und Marco Kutscher berechtigte Hoffnungen machen. Auch Patrick Stühlmeyer und Meredith Michaels-Beerbaum, die mit jungen Pferden startet, haben noch Chancen.

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