Gerco Schröder und die Doppel-Null

Gerco Schröder und die Doppel-Null

Von: sch
Letzte Aktualisierung:
5774249.jpg
Entspannt am Tag nach der „Doppel-Null“: Nationenpreis-Sieger Gerco Schröder auf der Tribüne. Foto: Uwe Anspach

Solange die dicke Frau noch singt, ist die Oper nicht vorbei: Scheinbar aussichtslos lag die niederländische Springreiter-Equipe nach dem ersten Umlauf zurück, dann bestimmte „Oranje“ die Musik, triumphierte im Nationenpreis unter Flutlicht und holte 110.000 Euro Siegprämie. Mann des Abends: Gerco Schröder.

Der 34-Jährige war schon vor zwei Jahren beim letzten niederländischen Sieg in der Soers dabei war und legte nun auf seinem Parade-Pferd London als einziger Starter zwei Nullrunden hin. 

Wie viele Flaschen Genever haben Sie mit Ihren Kollegen Marc Houtzager, Leon Thijssen und Harrie Smolders in der Nacht zum Freitag ihrer Bestimmung zugeführt?

Schröder (lacht): Wir trinken keinen Genever.

Wie haben Sie dann gefeiert?

Schröder: Nach der Siegerehrung waren wir noch am Mercedes-Benz-Stand, und im Hotel haben wir noch ein Bier getrunken. Um ein Uhr war ich im Bett.

Die Entscheidung fiel erst mit dem letzten Starter, am letzten Hindernis. Fühlt man da mit den Belgiern, mit Ludo Philippaerts, der schon in einigen Springen kurz vor dem Triumph den Sieg noch hergegeben hat?

Schröder: Das ist natürlich schade speziell für Ludo, was passiert ist. Aber im Nationenpreis ist immer alles möglich – im Positiven wie im Negativen. Das haben wir Donnerstagabend wieder erlebt. Und das ist auch das Schöne am Nationenpreis.

Zur Halbzeit schienen Belgien, Frankreich und Deutschland den Sieg unter sich auszumachen, Holland lag 13 Punkte hinter der Spitze. Haben Sie da noch an eine erfolgreiche Aufholjagd geglaubt?

Schröder: Wir wollten hier gewinnen, aber nach dem ersten Umlauf haben wir nicht mehr an den Sieg gedacht. Wir wollten einfach vorne dran bleiben. Und dann ist die zweite Runde super gelaufen mit drei Null-Fehler-Ritten. In dieser Atmosphäre, vor diesem Publikum, nicht weit weg von der Heimat – einfach toll.

Ludger Beerbaum sagte, dies sei einer der besten Parcours bei Nationenpreisen gewesen.

Schröder: Es war ein wirklich schöner Parcours. Hier in Aachen ist natürlich der, sagt man: absurd große Platz...?

...Sie meinen außergewöhnlich groß...?

Schröder: Genau, dieser Platz ist speziell.

Spielt in der Vorbereitung auf den Nationenpreis das Flutlicht eine Rolle?

Schröder: Nein. Die meisten Pferde kennen das schon.

Auf London, dem jetzt elfjährigen Fuchshengst, haben Sie passenderweise bei Olympia 2012 in London Silber im Einzel und mit dem Team gewonnen.

Schröder: Er ist ein super Pferd mit einem super Charakter, überhaupt nicht schwierig. Ich bin sehr zufrieden mit ihm.

Wohl auch insgesamt mit den Tagen bislang beim CHIO.

Schröder: Meine Pferde sind gut gegangen, und ich möchte noch ein gutes Ergebnis machen.

Albert Zoer hat 2008 den letzten „Oranje“-Sieg im Großen Preis von Aachen geholt...

Schröder: Platz vier, glaube ich, war bislang mein bestes Ergebnis. Jeder träumt vom Sieg am Sonntag. 

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert