Dorothee Schneider: Kindheitstraum, die Zweite

Dorothee Schneider: Kindheitstraum, die Zweite

Von: rau
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Showtime auf Showtime: Dorothee Schneider setzt auf ihr zehnjähriges Pferd. Mit ihm ritt sie schon über 80 Prozent. Foto: Thomas Rubel

Anno 2012 – Dorothee Schneider ritt sich in den Fokus. Mit Blick auf die Olympischen Spiele in London hatte kaum jemand die charmante Reiterin auf dem Zettel. Im Dezember 2011 ritt sie für eine Schülerin die Stute Diva Royal, und der damalige Bundestrainer Holger Schmezer riet ihr, mit dem Pferd ihre Chance zu suchen.

Bei der DM in Balve löste Schneider das Ticket, beim CHIO folgte die Nominierung für Olympia. „Damit ging ein Kindheitstraum in Erfüllung“, blickt Dorothee Schneider zurück.Sie gewann mit der deutschen Equipe die Silbermedaille.

Nach den Spielen übergab sie Diva Royal wie verabredet ihrer Besitzerin und verabschiedete sich damit zugleich aus der ersten Reihe. „Das ist schon bitter, aber ich wusste ja, dass ich gute Pferde mit Potenzial und Talent im Stall stehen habe“, sagt die 47-Jährige. Im Stall standen damals schon Showtime und St. Emilion, die dreijährig auf das Gestüt Hof St. Stephan im rheinhessischen Framersheim gekommen waren. „Die beiden habe ich von Grund auf selbst ausgebildet“, darf Schneider zu Recht stolz unterstreichen. Sie leitet das Gestüt als Pferdewirtschaftsmeisterin Zucht und Reiten sowie als Besamungswartin.

„Ich wusste, dass Showtime ein Pferd für Olympia sein könnte. Wenn nicht für diese, dann für die nächsten Spiele. Schließlich ist er ja auch erst zehn Jahre alt“, hält Schneider große Stücke auf den Sandro-Hit-Sohn, der einer Freundin gehört. „Und der – trotz bereits toller Angebote – auch nach Olympia nicht verkauft werden wird.“ Ende vergangenen Jahres hatte das Paar schon einmal über 80 Prozent in einem Spécial erzielt und die Konkurrenz aufhorchen lassen.

Anno 2016 – und wieder steht Olympia vor der Tür. Schon beim Turnier im Mai in München siegen Showtime und Schneider, in der Kür gar mit über 84 Prozent. Und doch war es eine Überraschung, als das Paar bei der DM in Balve nach Platz drei im Grand Prix und zwei im Spécial in der Kür Meister wurde. Das war erneut das Ticket nach Aachen – und wohl auch nach Rio, zu Olympia.

„Ich habe 2012 in London schon Blut geleckt, wollte das gerne noch einmal erleben“, gesteht Schneider, „und es ist schön, dass wir rechtzeitig vor Olympia auf der Position sind. Und ich hoffe, dass wir es bleiben.“

80,700 Prozentpunkte und Platz drei im Grand Prix sind die beste Vorgabe. Und so wiederholt sich die (Olympia-)Geschichte vielleicht doch . . .

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