Corinna Knauf: 2013 eine Überraschung, 2014 eine der Favoritinnen

Von: Helga Raue
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Überraschend beste Deutsche beim CHIO 2013: die Kölnerin Corinna Knauf auf ihrem Pferd Fabiola. Foto: sport/Rau

Aachen ist für Corinna Knauf ein spezielles Pflaster. Unter dem Motto „Mal sehen, was möglich ist“ war die Kölnerin 2013 nach Aachen gekommen. Und brillierte mit ihrer schönen Kür „I will always love you“ zur Musik von Whitney Houston.

Platz 5 als beste deutsche Teilnehmerin in den Voltigierwettbewerben beim CHIO Aachen sowie der Sieg mit Deutschland I im Nationenpreis, wo sie die beste Starterin war, sicherten ihr zudem das Ticket für die EM.

„Der Erfolg im vergangenen Jahr hat mich selbst überrascht. Ich hatte nur das Ziel, mich einmal für Aachen zu qualifizieren, dort gute Runden zu zeigen und einfach Spaß zu haben“, blickt Corinna Knauf, die schon 2006 mit dem Junioren-Team Europameisterin wurde, lachend zurück. „Und ich war einfach überwältigt, als ich dann zum Schluss ein EM-Ticket in der Hand hielt.“ Zwar sprang beim Championat im österreichischen Ebreichsdorf nach einem Patzer im Technikteil „nur“ Platz 6 heraus, doch Knauf ist auf dem Weg nach oben: Bei der DM im September holte sie den Titel, belegte u. a. im Weltcup-Finale in Leipzig Rang 3 und wurde jüngst beim Turnier in Krumke nur von Europameisterin Rikke Laumann (Dänemark) geschlagen.

Was hat sich verändert? „Das Team ist noch mehr zusammengewachsen, alle unterstützen mich, meine Schwester Alexandra, seit fünf Jahren an der Longe, Bundestrainerin Ursula Ramge und auch Kai Vorberg“, erläutert die 21-Jährige. Sie kommt aus dem Voltigierteam Köln-Dünnwald, wo auch Vorberg in seiner Karriere aktiv war und wo heute sein Schüler, der Schweizer Patric Looser, Weltmeister 2010, als Trainer arbeitet. In Köln hatte auch ihre Karriere begonnen. „Meine Eltern hatten beide mit Pferden zu tun, meine beiden älteren Schwestern voltigierten, ich hatte also gar keine andere Chance“, kommentiert die 21-Jährige, die eine Ausbildung zur Zahnarzthelferin macht und am Tag vor ihrem ersten Aachen-Auftritt noch bis abends arbeiten musste, lachend.

Nachdem es so gut läuft, sind die Weltreiterspiele in diesem Jahr das logische Ziel. „Aber wir bleiben entspannt, versuchen es einfach mal.“ Erneut wird sie auf Fabiola die Houston-Kür zeigen. In Aachen tritt sie auch mit dem Team von Köln-Dünnwald an. Für dieses ist die WM allerdings kein Thema. „Es war schon eine Überraschung, dass wir uns für Aachen qualifizieren konnten. Wir wollen einfach viel Spaß haben.“

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