Bundestrainerin Ulla Ramge sichtet beim CHIO die deutschen Voltigierer

Von: Von Helga Raue
Letzte Aktualisierung:
12490124.jpg
Elegant und akrobatisch: Die Voltigierer zeigen auf dem Rücken der galoppierenden Pferde Körperbeherrschung und turnerische Höchstleistungen. Foto: Thomas Rubel

Aachen. Am Sonntag fallen einige Entscheidungen: Bundestrainerin Ulla Ramge und die Verantwortlichen im Voltigiersport benennen nach dem Nationenpreis die deutsche Mannschaft für die WM in Le Mans. Am Freitag hatten die Voltigierer in der Albert-Vahle-Halle den CHIO eröffnet. Mit Ulla Ramge sprach Helga Raue über die deutschen Voltigierer.

Was haben Sie für einen Kader beim CHIO, der letzten WM-Sichtung, aufgeboten?

Ramge: Es sind die Besten der Besten in Aachen, diejenigen, die in letzter Zeit Top-Leistungen gezeigt haben. Wir haben vor allem bei den Männern um unseren Europameister Jannis Drewell momentan ein Luxusproblem, könnten mit acht statt vier Athleten beim CHIO antreten. Auch bei den Frauen mit Vize-Europameisterin Corinna Knauf sieht es momentan gut aus.

Und bei den Teams?

Ramge: Neuss-Grimlinghausen, Welt- und Europameister, fehlt in Aachen und bei der WM, da das Pferd verletzt ist. Und das Zweitpferd ist im Einzel und Pas de Deux unter Janika Derks und Johannes Kay im Einsatz. Bei der Sichtung in Krumke wurde das Team Ingelsberg für die WM nominiert. Auf Aachen hat man verzichtet, um sich ganz auf die WM zu konzentrieren. Dafür ist Köln-Dünnwald mit zwei Teams in Aachen, die zweite Mannschaft hatte mit einer tollen Leistung in Wiesbaden das Ticket gelöst.

Mit welchen Erwartungen sind Sie nach Aachen gereist?

Ramge: Aachen ist das erste Highlight der Saison, zudem werden die Tickets für die WM in Le Mans im August vergeben. Daher werden sich alle Athleten noch einmal ins Zeug legen. Hier trifft die Weltspitze aufeinander. Somit ist Aachen eine echte Standortbestimmung vor der WM.

Bei den Frauen hat auch eine Neu-Aachenerin gute WM-Aussichten. Leider muss sie beim CHIO aber passen.

Ramge: Ja, Pauline Riedl ist verletzt. Bis zur WM wäre sie aber wieder fit. Sie stammt aus Neuss und studiert jetzt in Aachen. Aus dem WM-Rennen ist sie – wie auch alle anderen Namen auf der Longlist – aber aufgrund der besonderen Situation nicht. Denn für die Vergabe der Tickets berücksichtigen wir den ganzen Sichtungsweg. Für sie rückte Sarah Kay in Aachen nach, die schon bei der Junioren-EM hochdekoriert war und ihre erste Bronzemedaille im Seniorenbereich geholt hat. Corinna Knauf steht im Blickpunkt, ihre ärgste Konkurrentin ist im eigenen Lager Janika Derks, die in dieser Saison bisher die Nase vorne hatte.

Bei den Männern ist Jannis Drewell natürlich der Gejagte.

Ramge: Ganz sicher, aber einen klaren Favoriten gibt es angesichts der derzeitigen Stärke unserer Männer eigentlich nicht. Als Europameister gilt Jannis als Favorit, zumal er schon in diesem Jahr auf verschiedenen Pferden am meisten gewonnen hat. Aber auch alle anderen Männer im eigenen Team können ihn schlagen.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert