Jung „scheitert” an Normannen-Bank

Von: gk
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Elegant, schnell und am Ende Dritter: Michael Jung nimmt dieses Hindernis ohne Probleme. Foto: dpa

Aachen. Die Normannen-Bank sorgte am Samstag für viel Wirbel. Der Australier Clayton Fredericks war mit Be My Guest als 32. Starter in der Geländeprüfung der Vielseitigkeit unterwegs, als er an dieser Klippe scheiterte und das Hindernis zerlegte. Rund 20 Minuten wurde die Prüfung unterbrochen. Die Jury strich die Normannen-Bank schließlich aus dem Katalog und schrieb allen Reitern, die den Kurs schon absolviert hatten, fünf Sekunden gut. Der Einzige, der davon nicht profitierte, war Michael Jung.

Der 28-Jährige aus Horb hatte als erster Starter den Kurs mit seinem Zweitpferd Leopin exakt in der geforderten Zeit von 6:40 Minuten absolviert. Das reichte aber nur zum dritten Platz.

Der Neuseeländer Andrew Nicholson mit Nereo und der Deutsche Andreas Dibowski mit Leon zogen noch vorbei. Beide waren nach Fredericks Unfall gestartet und profitierten vom entschärften Kurs. Der Gestürzte und sein Pferd kamen übrigens mit dem Schrecken davon.

Damit war die Siegesserie der deutschen Buschreiter in der Soers gebrochen. Zwar ging die Teamwertung wie gewohnt an die Gastgeber (Bundestrainer Hans Melzer: „Das macht uns stolz.”), aber in der Einzelwertung war erstmals ein Gast ganz oben.

„Damit hatte ich nicht gerechnet”, strahlte der Neuseeländer, der nach Dressur und Springen am ersten Tag noch auf Platz 5 gelegen hatte. Doch es dauerte knapp zwei Stunden, ehe sich Nicholson seines Sieges sicher sein konnte. Erst nachdem ein Protest der Schweden abgewiesen wurde, konnte er jubeln.

Im deutschen Lager blieb ein fader Beigeschmack. „Der Einzige, der von der Streichung des Hindernisses betroffen war, war Michael”, stellte Vater Johannes Jung emotionslos fest. Auch der Sohn blieb gelassen. „Auch wenn ich nicht gewonnen habe, bin ich sehr zufrieden”, sagte er. Verständlich. Denn auch ohne sein WM-Pferd Sam hat er sich in Aachen in einer blendenden Verfassung präsentiert.
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