Isabell Werth: Mehr als kontrolliertes Risiko?

Von: rau
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Kann sie Isabell Werth doch noch einmal gefährlich werden? Die US-Amerikanerin Laura Graves auf Verdades. Foto: Uwe Anspach

Dass Samstagnachmittag gegen 17 Uhr eine andere als die deutsche Nationalhymne zu hören sein wird, werden wohl nur die größten Pessimisten noch in Erwägung ziehen. Oder Optimisten – so diese Menschen US-Amerikaner sind.

Zu deutlich führen die deutschen Dressurreiter im Nationenpreis, und es müsste am Samstag ab 9 Uhr im Grand Prix Spècial schon einiges passieren, damit die deutsche Equipe mit Isabell Werth (Riesenbeck) auf Weihegold, Sönke Rothenberger (Bad Homburg) auf Cosmo, Dorothee Schneider (Framersheim) auf Sammy Davis jr. und Hubertus Schmidt (Borcheln) auf Imperio die Titelverteidigung noch vergibt. Mit 236,457 führt die Mannschaft von Bundestrainerin Monica Theodorescu nach dem Grand Prix vor den USA (222,842) und Schweden (218,457).

Top-Favoritin am Samstag ist einmal mehr Isabell Werth, die schon den Grand Prix überlegen gewonnen hatte. „Das war noch kontrolliertes Risiko“, kommentierte Werth, die am Freitag 48 Jahre alt geworden ist, ihren Grand Prix. Im Spècial ist am Samstag also noch Luft nach oben. Die Frage ist, ob die US-Amerikanerin Laura Graves der Dressur-Queen mit einer fehlerlosen Runde „näher auf die Pelle“ rücken kann. „Ich hatte einen Fehler in den Wechseln, aber Fehler passieren nun mal“, kommentierte die 29-Jährige ihren ersten Auftritt mit sparsamem Gesichtsausdruck. Das Duell der Weltcup-Zweiten mit der -Siegerin scheint in Aachen ebenso klar entschieden zu werden wie im April in Omaha, als Werth die Kür mit fünf Punkten Vorsprung gewonnen hatte.

Ein Fernduell um das EM-Ticket liefern sich Schmidt und Helen Langehanenberg (Havixbeck), die mit Demsey den Grand Prix der CDI-Tour mit gut 75 Prozent gewonnen hatte. Schmidt, der nach zehn Jahren mal wieder zu einer Equipe beim CHIO Aachen gehört. Im Grand Prix hatte der DM-Dritte mit Imperio nach zahlreichen Fehlern nur gut 71 Prozent kassiert. „EM – das muss ich realistisch sehen. Die Konkurrenz war schon bei der DM in Balve dicht dahinter“, wird der 57-Jährige, der 2004 bis 2006 jeweils mit dem Team Gold bei Olympia, Welt- und Europameisterschaft geholt hatte, am Samstag noch einmal kämpfen.

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