Schmaler Grat beim Großen Preis

Von: bj
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So war‘s im vergangenen Jahr: Philipp Weishaupt, Convall und die Siegertrophäe. Foto: imago/Sven Simon

Aachen. Wenn der Parcours für den Großen Preis von Aachen aufgebaut wird, dann schaut Frank Rothenberger ganz genau hin. Ein bisschen liegt das natürlich in der Natur der Sache, denn Rothenberger, 59, ist für die Hindernisse in der Soers verantwortlich. Aber der Große Preis hat eben einen ganz besonderen Stellenwert.

Oder wie der Parcourschef es formuliert: „Es ist schon ein Unterschied, ob wir für ein Springen aufbauen, bei dem es 100.000 Euro Preisgeld gibt oder eine Million Euro.“ Am Sonntag (ab 13.15 Uhr) geht es um eine Million, und da ist es nur selbstverständlich, dass der Druck für alle Beteiligten noch ein bisschen größer ist. Auch Rothenbergers Job ändert sich dadurch, denn „für mich bedeutet das, dass ich noch präziser und akkurater aufbauen muss“. Samstagabend wurden die Hindernisse bereits präzise und akkurat aufgebaut, am Sonntag steht nur noch die Feinjustierung an. Eine intensive Planung liegt dem zugrunde, denn „den Grat zwischen zu leicht und zu schwer zu finden, ist nicht einfach“, sagt Rothenberger. Wenn man sich die Parcoursskizzen anschaut, scheint seinem Team der Balanceakt gelungen zu sein.

Auf der technisch anspruchsvollen ersten Runde erwartet die 40 qualifizierten Reiter ein harmonischer Einstieg (ein Steilsprung, zwei Oxer), bevor der erste hohe Steilsprung über ein Hindernis mit Wellenplanken ansteht. Nach sechs Galoppsprüngen geht es über einen offenen Wassergraben und einer Rechtskurve folgend über einen Oxer und zwei überbaute Wassergräben.

Nach der Runde um die Blumeninsel steht der ruhigste Teil der Runde an, die beiden Steilsprünge sollten die Reiter vor keine großen Probleme stellen. Auf der letzten Schleife wird noch einmal die Kondition der Pferde geprüft: Über einen Oxer geht es zu einem hohen Steilsprung, und dann folgt die dreifache Kombination. „Der Schlussoxer wird dann noch mal richtig hoch und breit“, verrät Olaf Herrmann vom Parcoursteam.

„Hoch und breit“

„Hoch und breit“ könnte auch das Motto der zweiten Runde sein. Die Dreifache erwartet die Reiter diesmal früher, „dafür ist der Schluss ein bisschen entspannter“, erklärt Herrmann. Sollte nach diesen zwei Runden noch keine Entscheidung gefallen sein, entscheidet ein Stechen über den Sieg beim Großen Preis von Aachen.

Dass die erlaube Zeit im Vorjahr, als sich der spätere Sieger Philipp Weishaupt mit zwei Zeitfehlerpunkten für die zweite Runde qualifizierte, „sehr sportlich“ war, räumt Frank Rothenberger ein. „Dafür war es aber auch ein äußerst spannender Wettkampf“, erinnert sich der Parcourschef. Den darf es in diesem Jahr gerne wieder geben.

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