Sandmanns starkes „Comeback“

Von: wp
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Mit seinen Teamkollegen Theo Timmerman und Koos de Ronde in der Nationenwertung nicht mehr zu stoppen: Ijsbrand Chardon.
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Auf dem Weg zu seinem ersten Marathon-Sieg seit 19 Jahren: Christoph Sandmann. Foto: Michael von Fisenne

Aachen. Pardon, lieber Christoph Sandmann, dieses „Comeback“ in der Überschrift zu diesen Zeilen ist keineswegs despektierlich gemeint. Deshalb steht es in An- und Abführung. Nicht nur als Deutscher Meister gehören Sie zweifellos zu den weltbesten Gespannfahrern.

Aber selbst Bundestrainer Karl-Heinz Geiger musste schmunzeln, als Ihnen die Antwort auf die Frage nach Ihrem letzten Marathon-Sieg beim CHIO in Aachen nicht einfiel. Eine Stunde nach der grandiosen Vorstellung am Samstag beim XXXL Pallen Marathon hatten Sie dann in den Geschichtsbüchern nachgeschlagen. 1998 steht letztmals der Name Christoph Sandmann in der Siegerliste dieser ganz schweren Fahrprüfung. Insofern Glückwunsch zum grandiosen „Comeback“ in der Aachener Soers.

Ein ganz enges Rennen

Am Ende eines ganz engen Rennens hatte der Transportunternehmer aus Lähden, dessen Gespannpferde von Tochter Anna trainiert werden, mit 111,34 Strafpunkten winzige 2,11 Zähler weniger in den acht Hindernissen gesammelt als der belgische Überraschungszweite Edouard Simonet (113,44). Ijsbrand Chardon aus den Niederlanden folgte auf Rang drei (113,52), der vierfache Weltmeister und siebenfache Gesamtweltcup-Gewinner Boyd Exell (114,71) auf Platz vier.

Die anderen deutschen Teamstarter Georg von Stein und Europameister Michael Brauchle fuhren auf den achten und 13. Rang. Mareike Harm als 16. und Rainer Duen (19.) vervollständigen das gute Ergebnis. Die Mannschaft von Bundestrainer Karl-Heinz Geiger (Sandmann, von Stein und Brauchle) verbesserte sich in der Nationenpreiswertung vor dem letzten Wettbewerb am Sonntag, dem Hindernisfahren, vom fünften auf den zweiten Platz (341,51 Punkte).

Die Niederlande führen im Nationenpreis uneinholbar mit 325,51 Strafzählern. In der Gesamt-Einzelwertung liegt Exell (152,7) klar vor Chardon (162,48) und Simonet (164,41), bester deutscher Fahrer ist hier Sandmann (165,26).

Neben Sandmann und von Stein dürfte der Fahrausschuss am Sonntag Mareike Harm als dritte Teamfahrerin für die EM in Göteborg nominieren, weil Titelverteidiger Brauchle mit seinen Vierbeinern Probleme hat. „Ich kann momentan nicht aus dem Vollen schöpfen und weiß, dass ich mit nur 80 Prozent Power hier fahren kann. Wir haben das Beste daraus gemacht, aber für die EM reicht es wohl nicht“, sagte Brauchle.

Der Sieger strahlte natürlich ebenso wie der Bundestrainer. Sandmann: „Die Hindernisse waren perfekt und sehr anspruchsvoll von Wolfgang Asendorf gebaut, und ich habe zurzeit ein sehr, sehr gutes Gespann. Am letzten Hindernis hatte ich allerdings einen kleinen Fehler und hätte nicht gedacht, dass mein Vorsprung bis zum Schluss halten würde.“

Denn nach Sandmann als 16. Starter gingen erst die ärgsten Konkurrenten der 24 Teilnehmer auf die Strecke. „Der Applaus und Jubel der vielen Zuschauer haben geholfen“, freute sich der Sieger, während Karl-Heinz Geiger nach einem Freudensprung meinte: „Das Team hat das Unmögliche wahr gemacht. Tolle Leistung, von Platz fünf auf Platz zwei zu fahren. Dass Sandmann gewonnen hat, freut mich nach all den Jahren ganz besonders.

Und auch Parcourschef Dr. Wolfgang Asendorf zeigte sich „super zufrieden. Christoph Sandmann hat die eingebauten, schweren Ecken in den Hindernissen am besten bewältigt.“

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